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Aus der Stadt Druck auf den Wohnungsmarkt steigt immens
Hannover Aus der Stadt Druck auf den Wohnungsmarkt steigt immens
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13:11 28.03.2017
Von Bernd Haase
Ein einzelner Richtkranz wird nicht reichen...
Ein einzelner Richtkranz wird nicht reichen... Quelle: dpa
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Hannover

"Wir müssen mehr und vor allem bedarfsgerechter bauen", sagt Axel Priebs, Planungsdezernent der Region. Eine Leerstandsreserve auf dem Wohnungsmarkt gebe es nicht mehr, was mittlerweile die Suche nach einer geeigneten Unterkunft nicht nur für einkommensschwache Haushalte, sondern auch für Bezieher mittlerer Einkommen schwierig mache. Um gegenzusteuern, seien mindestens 18.300 zusätzliche Wohneinheiten erforderlich. "Wir reden von der Größenordnung einer Stadt wie Laatzen", sagt Priebs. Dabei werde der Bedarf vor allem im Einzugsgebiet der Stadtbahn - das betrifft Hannover sowie den Speckgürtel - und der stadtnahen S-Bahn-Stationen spürbar sein.

Priebs räumte ein, dass in der Vergangenheit nicht immer für die richtigen Leute gebaut worden und dass Flächen nicht optimal genutzt worden seien: "Das Hauptaugenmerk lag auf dem Bau von Einfamilien- und Reihenhäusern. Wir brauchen aber deutlich mehr Geschosswohnungsbau." Wesentlicher Grund dafür sei, dass die Zahl der Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte deutlich zunehme.

Die starke Nachfrage stößt auf ein schmaler gewordenes Flächenangebot. Deshalb lässt die Region derzeit laut Wolfgang Jung, Teamleiter für Regionalplanung, ein Wohnbauflächenkataster erstellen. "Wir wollen wissen, wo Baurechte bestehen oder schnell geschaffen werden können." Bis zum Herbst 2018 wird dann das Berliner Büro Empirica zusammen mit der Region ein Wohnraumversorgungskonzept entwickeln. Das soll aufzeigen, wo in der Region was gebaut wird - und ist außerdem Voraussetzung für finanzielle Förderung durch das Land.

28.03.2017
Andreas Schinkel 28.03.2017