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Aus der Stadt „Ich würde es wieder machen“
Hannover Aus der Stadt „Ich würde es wieder machen“
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18:14 18.03.2015
Zugeschaltet aus Russland: Edward Snowden war virtuell auf der Cebit zu Gast.
Zugeschaltet aus Russland: Edward Snowden war virtuell auf der Cebit zu Gast. Quelle: Ole Spata (dpa)
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Hannover

+++ 18.02 Uhr: Das war's. Die Liveschalte mit Edward Snowden ist beendet. Damit verabschieden wir uns aus diesem Ticker.

+++ 18.00 Uhr: Zum Abschluss nimmt Snowden eine Einladung nach Hannover an, sollte er irgendwann sein Exil in Russland verlassen können. „Ja natürlich, ich werde gerne kommen.“

+++ 17.57 Uhr: Snowden spricht die Menschen in aller Welt jetzt direkt an: "Der einzige Weg, Massenüberwachung zu verhindern ist, sich dessen bewusst zu sein." Er plädiert für eine flächendeckende Verschlüsselung der privaten Kommunikation, die auch für den normalen Nutzer anwendbar ist. "Wir müssen das selbst in die Hand nehmen", fordert Snowden.

+++ 17.54 Uhr: Ob Snowden Angst um sein Leben hat? "Wenn man etwas macht, was kontrovers ist und mächtige Menschen verärgert, dann gibt es Rachegelüste. Darüber darf man sich aber keine Sorgen machen, sonst kann man nie etwas tun." Ja, es gebe die Möglichkeit, dass er umgebracht wird. "Aber ich denke nicht an morgen oder nächste Woche. Ich denke an heute: Was kann ich tun, um die Rechte der Menschen heute auf der ganzen Welt durchzusetzen."

+++ 17.50 Uhr: Applaus in Halle 8: "Ich habe alles verloren, was ich habe – aber ich würde es wieder machen", sagt Snowden.

+++ 17.48 Uhr: Snowden betont, dass es in den USA derzeit nicht möglich sei, Taten der Regierung ans Licht zu bringen – ohne Gefahr zu laufen, dass das eigene Leben zerstört wird.

+++ 17.45 Uhr: Wie sieht es aus mit einem Gnadengesuch? "Es liegt nicht an mir das zu entscheiden", sagt Snowden. "Ich kann das Weiße Haus ja leider nicht anrufen." Ob es bereits Kontakte seiner Anwälte zur US-Regierung wegen eines Gnadengesuchs gebe, dazu könne er öffentlich nichts sagen.

+++ 17.40 Uhr: Es ist ein offenes Geheimnis: Snowden würde gern zurück in die USA. "Es gibt kein Diktat von Bedingungen, wenn ich nach Hause wollte. Es wäre auch für die Regierung der USA das Beste." Der Vorwurf der Spionage und die Weitergabe von Dokumenten ins Ausland verhindere allerdings einen fairen Prozess. "In den USA könnte es kein faires Verfahren gegen mich geben", sagt Snowden.

Per Videoschalte in Hannover: Edward Snowden sprach auf der Cebit in Hannover. Zuvor gab NSA-Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald ein Interview.

+++ 17.37 Uhr: "Umfangreiche Überwachung ist Routine geworden. So sind die Aktivitäten der NSA selbst im Weißen Haus unsichtbar geworden", sagt Snowden.

+++ 17.35 Uhr: Snowden gibt sich gleich zu Beginn diplomatisch. Ob er enttäuscht sei, dass Deutschland ihm kein Asyl gewährt habe? "Enttäuschung ist nicht angebracht", sagt Snowden. Zugleich fragt er aber, ob die Furcht der deutschen Regierung vor Reaktionen der USA wirklich berechtigt gewesen sei. "Ich glaube nicht, dass es für Deutschland Konsequenzen gibt, wenn man mir Asyl gewähren würde."

+++ 17.30 Uhr: Erneuter Applaus in Hannover: Edward Snowden ist aus Moskau zugeschaltet.

+++ 17.25 Uhr: Greenwald zeigt sich in Hannover aber auch ein wenig optimistisch: "Durch die Zusammenarbeit von Whistleblowern und Journalisten ist die Welt eine bessere geworden."

+++ 17.23 Uhr: Man merkt Greenwald an, wie tief die Enttäuschung noch immer sitzt, dass kein westliches Land Snowden Asyl gewährt hat.

+++ 17.19 Uhr: Erstmals brandet Applaus in Halle 8 auf, als Greenwald zur Rolle Deutschlands im Fall Snowden befragt wird. "Deutschland ist eines der Länder, die von den Enthüllungen am meisten profitiert haben. Und Deutschland hat ihm den Rücken zugewandt", sagte Greenwald mit Blick auf das verweigerte Asyl für Snowden. "Deutschland war nicht bereit, auch nur das kleinste Risiko einzugehen. Das war sehr schlimm."

+++ 17.15 Uhr: Was wird aus den restlichen Snowden-Dokumenten, fragt Goff: „Wir könnten nicht alle veröffentlichen", sagt Greenwald. In diesen Dokumenten gebe es zahlreiche schützenswerte persönliche Daten, zudem enthielten sie diverse falsche Anschuldigungen. "Es wäre schrecklich, wenn wir alle diese Informationen veröffentlichen würden. Es wäre eine Verletzung ihrer Privatsphäre."

+++ 17.12 Uhr: Greenwald hält im Gespräch mit Brent Goff ein flammendes Plädoyer für den Journalismus. Es sei elementar wichtig, dass Journalismus unabhängig bleibe und entsprechend geschützt wurde. Greenwald weiß, worüber er spricht: Er wurde nach den NSA-Enthüllungen von Ermittlungsbehörden massiv unter Druck gesetzt. Snowden hatte 2013 die von ihm heruntergeladenen NSA-Dokumente Greenwald und der Dokumentarfilmerin Laura Poitras übergeben. Seitdem werden auf dieser Basis Berichte zu ausgewählten Themen veröffentlicht.

+++ 17.09 Uhr: Glenn Greenwald ist da – im Gespräch mit Brent Goff, dem Nachrichtengesicht der deutschen Welle. Der US-Journalist Greenwald  hatte den auf den Swoden-Dokumenten basierenden NSA-Skandal maßgeblich ins Rollen gebracht. Im Vorfeld hatte Greenwald die Weigerung Deutschlands kritisiert, Snowden Asyl zu gewähren. Länder wie Deutschland seien nicht dazu bereit, das gleiche Risiko für Snowden einzugehen, das er für sie eingegangen sei, sagte Greenwald bei der Entgegennahme des Siebenpfeiffer-Preises am Sonntag im saarländischen Homburg.

+++ 17.07 Uhr: Wir sind gespannt, ob mit der Schalte nach Moskau alles klappt. Bei einem Video-Auftritt auf einer Londoner Konferenz hatte Snowden kürzlich mehrere ungebetene Gäste in der Leitung. So platzte wegen Nachlässigkeit der Organisatoren ein Mann in einem Bett in den Chat, der über den Google-Dienst "Hangout" geführt wurde. Snowden blieb cool und stellte fest: "Ich sehe einen Typen im Bett." Nachdem der Mann anfing, dazwischenzureden, wurde er aus der Videokonferenz geworfen.

+++ 17.03 Uhr: Neben Snowden wird gleich auch NSA-Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald in der Halle 8 auftreten und sich einem Interview stellen.

+++ 17 Uhr: Willkommen in unserem Live-Ticker. Dieser Tag ist der Höhepunkt der Cebit, denn in wenigen Minuten soll Edward Snowden per Videoschalte aus Moskau zu den Messebesuchern in Hannover sprechen. Bereits jetzt sind in der Halle 8 alle Plätze besetzt, der NSA-Enthüller wird voraussichtlich gegen 17.30 Uhr live zugeschaltet.

Der NSA-Enthüller Edward Snowden soll am späten Nachmittag in Hannover auf der weltgrößten Computermesse Cebit für einen Höhepunkt sorgen. Laut Plan wird Snowden per Videokonferenz aus dem russischen Asyl in die Messehalle 8 geschaltet. Dort soll er sich zusammen mit dem NSA-Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald einem Interview stellen. Snowden war auf der Flucht in Russland gestrandet und genießt dort Asyl, nachdem er mit Informationen über die ausufernde Überwachung durch den US-Geheimdienst für Aufsehen gesorgt hatte. Datensicherheit und Überwachungsrisiko sind auch auf der Cebit einer der Schwerpunkte beim Megatrend der vernetzten Gesellschaft.

frs/sag/dsc

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