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Aus der Stadt Ein etwas anderer Wintersport
Hannover Aus der Stadt Ein etwas anderer Wintersport
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12:13 15.02.2012
Felix Heller zeigt seine Künste auf dem Trial-Bike. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Mit einem Fahrrad wollte er aus dem Stand auf eine etwa 35 Zentimeter hohe Mauer springen. So hatte er es bei den Profis gesehen. Heller federte leicht auf dem Rad, hob dann tatsächlich etwas vom Boden ab – und schlug sich die Zähne an der Mauer aus. Im Krankenhaus erklärte er seinem geschockten Vater, dass er nach Snowboard-Runden und Windsurf-Einlagen nun endlich seinen idealen Sport gefunden hätte. „Genau das wollte ich lernen, eine Sportart, in der ich gleich zu Beginn total versagt habe“, sagt Heller heute. Eine Sportart, die nur noch wenig mit dem klassischen Radfahren zu tun hat: Beim Trial-Bike gibt es keinen Sattel, und die Räder haben keine Federung. Trial wird überall gefahren, wo es möglich ist – in der Natur und auch in den Städten gibt es reizvolle Hindernisse.

Nach dem Sturz begann Heller mit dem Training – und gilt heute als der erfolgreichste Trial-Bike-Fahrer Deutschlands. Schon dreimal ist der 25-Jährige deutscher Meister geworden, einmal Vizeweltmeister. Seine Kunst präsentierte er sogar in Thomas Gottschalks „Wetten, dass ...?“. Derzeit trainiert er für den Fahrradpavillon, der am 25. März im Pavillon stattfindet. Dort möchte er für seinen Sport werben.

„Für Trials braucht man eine Engelsgeduld“, sagt Heller. Fast ein Jahr lang habe er trainieren müssen, um mit dem Rad auf die 35-Zentimeter-Mauer zu springen. Im Garten seiner Eltern übte er, von Stein zu Stein mit dem Rad zu hüpfen und so einen Hindernisparcours für Zweiräder zu bewältigen. „Der Reiz im Sport liegt darin, alles zu überwinden, was einem in den Weg gelegt wird“, sagt Heller. Den Boden dürfen dabei nur die Reifen berühren. „Es geht um absolute Perfektion“, sagt der Physiotherapeut.

Am Pavillon kann man ihn derzeit beim Training beobachten. Heller nutzt hier den Brunnen am Raschplatz als Trainingsgerät – und springt. Bis zu 1,40 Meter hoch kommt er. Im September will Heller bei den Weltmeisterschaften in Österreich für Deutschland teilnehmen. Dafür trainiert er viermal wöchentlich.

Der Fahrradpavillon ist vor 20 Jahren entstanden. Damals schlossen sich Fahrradhändler aus verschiedenen Stadtteilen zusammen, um gemeinsam für die Bewegung per Zweirad zu werben. In diesem Jahr übernimmt erstmalig das Kulturzentrum Pavillon die Rolle des Veranstalters. Am 25. März laufen von 10 bis 18 Uhr Vorträge und Fahrradshows unter dem Motto „Ökologisch mobil in Hannover

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