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Aus der Stadt Eklat bei Erörterung zum Hochwasserschutz in Hannover
Hannover Aus der Stadt Eklat bei Erörterung zum Hochwasserschutz in Hannover
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22:32 06.04.2011
Von Andreas Schinkel
Vor dem Rathaus protestiert die BI gegen das Abholzen an der Ihme. Quelle: Frank Wilde

Klaus Gossen guckt irritiert. Eigentlich wollte der Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Debatte um die Abgrabungen am Lindener Ihmeufer schnell voranbringen, doch jetzt läuft alles aus dem Ruder. Ein Mitglied der BI beginnt, Stühle zu verrücken, um einen runden Tisch im strengen Wortsinn herzurichten. „Die Sitzordnung kann so bleiben“, sagt Gossen und weist darauf hin, dass er auch das Recht habe, Zuhörer des Saales zu verweisen.

Dass in der Erörterung zum Hochwasserschutz die Gefühle hochkochen, dürfte den Vertretern der Stadtverwaltung und der Landesbehörde klar gewesen sein. Bereits vor Sitzungsbeginn protestierte eine Handvoll Aktivisten vor dem Rathaus gegen das geplante Abholzen an der Ihme. Mehr als 260 Bäume will die Stadt am Flussufer fällen, um das Gelände bis zu vier Meter tief auszubaggern und zu terrassieren. Einen Vorgeschmack darauf, wie sich die idyllische Uferzone in eine Baustelle verwandelt, bieten derzeit die Sanierungsarbeiten zwischen Leinertbrücke und Legionsbrücke. Dort werden Altlasten eines ehemaligen Gaswerks beseitigt.

„Wir wollen unsere alten Kastanien behalten, die uns vor Lärm und Abgasen schützen“, sagt eine ältere Anwohnerin. Sie hat sich in die erste Reihe gesetzt, um die Worte der Behördenvertreter zu verstehen. „Wir wollen einen anderen Raum, dieser ist nicht geeignet“, tönt es aus den Reihen der Bürgerinitiative. Am besten, so schlagen einige vor, Stadt und Land verschieben den Erörterungstermin, „denn das gesamte Planfeststellungsverfahren ist nur als Farce zu bezeichnen“, meint Thomas Ganskow, Sprecher der BI. Die Kontrahenten kämpfen mit ungleichen Waffen, meint er. Während die Verwaltung Gutachter bestelle und Juristen beauftrage, müssten sich die Bürger ihr Fachwissen über Gesetze und Wasserbautechniken mühsam aneignen. „Und dann haben wir hier noch nicht einmal die Möglichkeit, unsere Laptops auf Tische zu stellen und an Strom anzuschließen“, sagt eines der BI-Mitglieder.

Fachkundige Hilfe haben sich die Aktivisten bei Prof. Friedhelm Sieker geholt, einem Wasserbauingenieur von der Leibniz-Uni. Der hält die Terrassierung für wenig hilfreich. „Mobile Schutzwände wären viel besser geeignet“, sagt er. Wie die Stadt mit den Einwänden umgeht, und ob das Land die Abgrabungen genehmigt, bleibt abzuwarten.

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