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Aus der Stadt Kultusministerium ignoriert Eltern zwei Monate lang
Hannover Aus der Stadt Kultusministerium ignoriert Eltern zwei Monate lang
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21:00 23.05.2014
Von Bärbel Hilbig
Mit dem Hinweis auf schwierige rechtliche Prüfungen ging Heiligenstadts Ministerium lange auf Tauchstation. Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Ein Machtwort des Ministerpräsidenten hat offenbar Schub in die Sache gebracht - auch wenn die Staatskanzlei das offiziell weit von sich weist. Das Kultusministerium hatte zuvor fast zwei Monate lang beharrlich zu dem Vorschlag geschwiegen, den Eltern um den Förderverein der Elsa-Brändström-Schule Ende März eingereicht hatten. Da Lehrer an etlichen Gymnasien die Fahrten aussetzen, um gegen die im nächsten Schuljahr einsetzende Mehrarbeit zu protestieren, sollten pädagogisch vorgebildete Eltern ehrenamtlich und freiwillig als Fahrtbegleiter in die Bresche springen, so der Elternvorschlag.

Mit dem Hinweis auf schwierige rechtliche Prüfungen ging das Ministerium lange auf Tauchstation. Auch auf mehrere Nachfragen der HAZ gab es nur die gleichlautende Antwort, es gehe um einen „komplexen Vorgang, in dem schulrechtliche, versicherungstechnische und pädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt werden“ müssten. Die Elterngruppe selbst erhielt gar keine Antwort aus dem Ministerium, nicht mal eine Eingangsbestätigung.

Der plötzliche Umschwung setzte jetzt ein, als Wolfgang Czychon, Mitinitiator der Idee, sich direkt an Ministerpräsident Stephan Weil wandte. Donnerstag spätabends warf er einen an Weil adressierten Brief direkt an der Staatskanzlei ein. Freitag kam prompt die Reaktion: Czychon, der Weil persönlich kennt, bekam einen Anruf aus dem Kultusministerium, in dem er mit dem Förderverein der Elsa-Brändström-Schule zum persönlichen Gespräch eingeladen wurde.

In dem Brief an Weil hatte Czychon ausgeführt, nach seiner Einschätzung zählen Klassenfahrten zu einem funktionierenden Schulbetrieb, da sie die soziale Kompetenz der Schüler stärkten. Wenn Eltern aus rechtlichen Gründen bei diesen „Schulveranstaltungen“ nicht einspringen können, müsse das Land für das notwendige Begleitpersonal sorgen. Czychon hatte zudem angekündigt, notfalls ein Petitionsverfahren im Landtag anzustrengen, sollte das Ministerium weiter schweigen.

Der Ministerpräsident hege durchaus Sympathien für die Vorstellungen der Eltern, hieß es heute in der Landespressekonferenz. Die Fachfragen müsse aber das Ministerium klären.

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