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Aus der Stadt „Endgame“ sorgt für Behinderungen in der City
Hannover Aus der Stadt „Endgame“ sorgt für Behinderungen in der City
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00:15 15.03.2015
Von Tobias Morchner
Die Demo in der City wird von der Polizei gesichert werden.
Die Demo in der City wird von der Polizei gesichert werden. Quelle: Symbolbild
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Hannover

Die Veranstalter rufen dazu auf, gegen die angebliche Amerikanisierung Europas und für einen Austritt aus der Nato auf die Straße zu gehen. Unklar ist, warum sich die Gruppierung trotz ihrer USA-kritischen Haltung einen englischen Namen gegeben hat. "Endgame" steht für "Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas".

Die Veranstaltung beginnt am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), jenem Platz, der sich bereits bei Demonstrationen von Neonazis und Hooligans als geeignet erwiesen hat. Nach einigen Redebeiträgen soll sich anschließend ein Demonstrationszug in Bewegung setzten. Wie die Polizei mitteilt, führt er über die Berliner Allee, den Schiffgraben, den Emmichplatz und die Königstraße zurück zum ZOB. Gegen 18 Uhr soll das Treffen beendet sein.

Ähnliche Demonstrationen hat es bereits in Halle und Erfurt gegeben. Die Veranstaltungen zogen neben Friedensaktivisten auch Verschwörungstheoretiker, Rechtsradikale und Hooligans an. Ähnliches wird für das Treffen in Hannover erwartet. Offiziell sind bei der Polizei bislang keine Gegendemonstrationen angezeigt worden. Im Internet rufen aber diverse Gruppen dazu auf, das Endgame-Treffen zu stören.

Auch die Deutsche Friedensgesellschaft Hannover wird sich an den Protesten beteiligen. „Pegida, Hagida Endgame - es ist alles die gleiche Ideologie“, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft. Die Organisatoren von Endgame würden den Versuch unternehmen, Friedenspolitik als Vehikel für rassistische und rechtsradikale Forderungen zu nutzen.

Am Montag wollen sich die Anhänger der islamfeindlichen Bewegung Pegida-Hannover erneut auf dem Opernplatz versammeln. Bei der Polizei haben sie eine entsprechende Veranstaltung inzwischen angezeigt. Von einem Demonstrationszug durch die Stadt haben die Organisatoren allerdings Abstand genommen. Sie planen lediglich eine stationäre Kundgebung in der Zeit von 18.30 bis 21 Uhr.

Mathias Klein 13.03.2015
12.03.2015
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