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Aus der Stadt Endspurt beim Neubau des Klinikum Siloah
Hannover Aus der Stadt Endspurt beim Neubau des Klinikum Siloah
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00:21 26.06.2014
Von Veronika Thomas
Der Klinikneubau soll in drei Wochen eröffnet werden. Quelle: Hagemann
Hannover

„Der Innenausbau vollzieht sich von oben nach unten“, erläutert Projektleiter Hermann Stockhorst, der das Klinikgebäude seit Planungsbeginn kennt. „Wir liegen zeitlich im Plan, Puffer aber haben wir nicht mehr.“ Sogar die neue Kreuzung mit  Ampelanlage an der Stadionbrücke/Ecke Stammestraße ist schon fertig, damit die Zu- und Abfahrt auf das Klinikgelände reibungslos verlaufen kann. „Das hat das Klinikum 550.000 Euro gekostet“, sagt der Projektleiter.

Mit Abschluss des Innenausbaus Mitte Juli wird der 192,5 Millionen teure Neubau von Sachverständigen und Baubehörden abgenommen, danach muss die Technik eingeregelt werden, das heißt unter anderem, der Betrieb von Kühlungs- und Lüftungsanlagen beginnt. Bereits gestern wurden die Luftströme an den OP-Tischen mithilfe von 37 Grad warmen Puppen gemessen, damit die Patienten in wohl temperierter als auch keimfreier Umgebung operiert werden können. Voraussichtlich Ende Juli startet eine etwa vier Wochen dauernde Simulation, um sämtliche Betriebsabläufe zu erproben – mit echtem Personal, aber mit Schauspielern anstatt Patienten.

Sind Sie neugierig, wie es auf der Baustelle des Krankenhaus Siloah aussieht? Dann kommen Sie mit auf einen Rundgang.

Für den 6./7. September ist der Umzug des Klinikums Oststadt-Heidehaus und des alten Krankenhauses Siloah in den Neubau terminiert. Alle beweglichen Teile wie Betten, Rollwagen, Infusionspumpen oder Beatmungsgeräte transportiert eine Spedition. Den Transport der Patienten, vor allem der Intensivpatienten, übernimmt die Feuerwehr  mithilfe von Hilfsorganisationen. „Diese Aufgabe können wir ruhigen Gewissens an die Einsatzleitung der Feuerwehr abgeben“, sagt Stockhorst, denn sie habe das Know-how und die Erfahrung für solche Großeinsätze. Wobei der Umzug vom alten ins neue Siloah vergleichsweise einfach vonstatten gehen soll – durch einen wenige Meter langen, oberirdischen Verbindungsgang, der den Altbau mit dem Neubau im Süden des Geländes verbindet.

Weitgehend fertiggestellt sind die drei Bettenhäuser sowie die gesamte fest installierte Medizintechnik. Dazu gehören die neun OPs und die interdisziplinäre Intensivstation mit 54 Plätzen. Von einem langen Tresen hat das Personal die Patienten im Blick, gleichzeitig können Patientendaten wie Blutdruck oder Herzfrequenz der frisch Operierten anhand von Monitoren überwacht werden. Auch die Radiologie ist fast komplett eingerichtet. Sie ist von zwei Seiten zugänglich, während sich die eigentliche Röntgenabteilung in der Mitte befindet. Von einer Seite haben dort Patienten, die laufen können, über Umkleidekabinen Zutritt. Die andere Seite für bettlägerige oder Notfallpatienten ist mit besonders breiten Türen ausgestattet, um sie mitsamt Bett zum Röntgen zu fahren – fünf Bettwarteplätze inklusive.

Gut im Plan liegen auch die Arbeiten der Gartenbauer. Rund um den Neubau sind Beete mit Blumen angelegt, die acht Innenhöfe sind begrünt – als Bambus-, Gingko- oder Topfgarten. Von der Klinikkapelle etwa blickt man in ein Atrium, das mit Birken und Farnen bepflanzt ist. In diesem Raum besteht eine Fensterfront extra aus quadratischen Fächern. Dort hinein soll das größte der drei Buntglasfenster der alten Kapelle am Oststadtkrankenhaus eingesetzt werden. „Es stand von Anfang an fest, dass dieses Fenster mit in den Neubau umziehen wird“, sagt Stockhorst.

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