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Aus der Stadt Engpässe in Notaufnahmen verschärfen sich
Hannover Aus der Stadt Engpässe in Notaufnahmen verschärfen sich
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00:18 09.01.2015
Von Mathias Klein
Engpässe in den Notaufnahmen der hannoverschen Krankenhäuser - auch in der Nordstadt. Quelle: Ralf Decker
Hannover

Nach der Rettungsleitstelle schlagen nun auch Ärzte Alarm, die sich um die Behandlung der Notfallpatienten in der Region sorgen. Eine Notärztin, die am Wochenende Dienst hatte, berichtet beispielsweise von Problemen im Nordstadtkrankenhaus, das zum Regionsklinikum gehört.

Die Notfallmedizinerin wurde am Sonntagabend zu einem Patienten gerufen, der unter akuten neurologischen Problemen litt. „Alle neurologischen Stationen in Hannover waren abgemeldet, wir sind dann mit dem Rettungswagen ins Nordstadtkrankenhaus gefahren, weil es am nächsten lag“, berichtet die Ärztin. „Der Neurologe dort sagte, er habe wegen eines anderen Notfalls keine Zeit, sich sofort um den Patienten zu kümmern“, berichtet die Ärztin. Sie versteht jedoch nicht, warum er nicht einen Kollegen alarmiert hat. Schließlich übergab die Notärztin den Patienten dem Pflegepersonal.

Ein paar Stunden später kam wieder ein Notruf aus der Wedemark. Das Nordstadtkrankenhaus hatte den Notfallpatienten mitten in der Nacht trotz der akuten neurologischen Probleme mit einem privaten Krankentransportunternehmen wieder zurück ins Pflegeheim geschickt. „Der Gesundheitszustand des Mannes hatte sich inzwischen weiter verschlechtert“, berichtet die Notärztin. Deshalb sei er wieder ins Nordstadtkrankenhaus gebracht worden, wo er schließlich doch behandelt wurde.

Ein anderer Arzt kritisiert die Klinikbetreiber: „Einer sich ständig erhöhenden Anzahl von Notfallpatienten stehen strukturell eingeschränkte Notaufnahmen mit dünner Personaldecke gegenüber.“ Die Krankenhausträger müssten die Notaufnahmen „strukturell und personell in die Lage versetzen“, Notfallpatienten vernünftig zu versorgen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich Stationen der hannoverschen Kliniken immer wieder abgemeldet. Zuletzt hatte in der ersten Dezemberhälfte die Rettungsleitstelle Alarm geschlagen, weil alle Kliniken ihre neurologischen Stationen abgemeldet hatten. Damals hieß es aus dem Regionsklinikum, die Lage werde sich nach Weihnachten entspannen.

Sowohl das Regionsklinikum als auch die Diakonischen Dienste betonen, dass Notfallpatienten trotz abgemeldeter Stationen behandelt werden. Am vergangenen Wochenende habe es viele Notfallbehandlungen und viele Aufnahmen in den Kliniken gegeben.

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