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Aus der Stadt Entschädigung nach Bruchlandung ist unklar
Hannover Aus der Stadt Entschädigung nach Bruchlandung ist unklar
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20:40 11.11.2014
Die Anwältin des Reiseveranstalters TUI zog nicht mit, sie mochte den Urlaubern höchstens 2300 Euro zugestehen. Quelle: Symbolbild
Hannover

Der Airbus der bulgarischen Fluggesellschaft Air Via schoss bei der Landung an der Schwarzmeerküste über die Piste hinaus und durchbrach einen Zaun. Die Passagiere mussten die Maschine bei Starkregen und Sturm über Notrutschen verlassen, viele standen Todesängste aus. Doch wie stark wirkt sich eine derartige Bruchlandung auf den nachfolgenden Urlaub der Fluggäste aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit Dienstag das Amtsgericht Hannover.

Zwei 83 Jahre alte Eheleute sowie ihre Tochter und deren Lebensgefährte, die den Senioren die Reise zum 60. Hochzeitstag geschenkt hatten, wollen Wiedergutmachung. Sie fordern den Reisepreis zurück, außerdem eine Entschädigung für entgangene Urlaubsfreuden, Schmerzensgeld, Arztkosten und einen Ausgleich für beschädigte Reiseutensilien. Amtsrichterin Catharina Schwind unterbreitete gestern einen Vergleichsvorschlag, wollte den vier Reisenden insgesamt 3800 Euro zubilligen. Doch die Anwältin des Reiseveranstalters TUI zog nicht mit, sie mochte den Urlaubern höchstens 2300 Euro zugestehen. Nun müssen die Parteien bis zum 2. Dezember auf ein Urteil warten.

Die Chartermaschine war im Mai 2013 von Leipzig nach Varna geflogen. Die zwei Rentner hatten schon Jahre keinen Urlaub mehr gemacht; für den 83-jährigen Mann, fast blind und mit einem Herzschrittmacher versehen, war die Reise ein besonderes Abenteuer. Auch die Tochter hatte nach einer Leukämieerkrankung dringend Erholung nötig – doch die Landung im Unwetter ließ alle Wohlfühlträume platzen.

Am ersten Urlaubstag nach einem derart aufwühlenden Erlebnis, so die Richterin, sei an Entspannung sicher überhaupt nicht zu denken. Auch wenn Zimmer und Verpflegung im Hotel nicht zu beanstanden waren, betrage der Minderungsanspruch an diesem Tag 100 Prozent. Für die folgenden sechs Tage räumte Schwind den Urlaubern einen Abschlag von 50 Prozent ein: Das Aufarbeiten der Beinahe-Katastrophe und die Sorgen um die Rückreise hätten sie sicherlich weiter beeinträchtigt. Bislang hat die TUI den zwei Paaren 800 Euro als Reisepreisminderung sowie 970 Euro für beschädigte Kleidung erstattet.

Michael Zgoll

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