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Aus der Stadt Erneute Demo vor türkischem Konsulat in Hannover
Hannover Aus der Stadt Erneute Demo vor türkischem Konsulat in Hannover
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19:00 17.07.2016
Demo vor dem türkischen Konsult in Hannover. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Wie schon am Tag zuvor waren zahlreiche Teilnehmer in türkische Fahnen gehüllt, um so ihre Solidarität mit ihren Landsleuten in der Türkei zu bekunden. Sie zogen vom Konsulat in der Nordstadt über den Klagesmarkt zum Steintor, wo sie die Veranstaltung mit einem Abschlussgebet und einer Kundgebung beenden wollten.

Unter den Demonstrierenden war auch der türkische Konsul Mehmet Günay, der bei seiner Ankunft vor dem Gebäude von der Menge frenetisch empfangen wurde. Auch er schwenkte – mitten in der Menge der nach Angaben der Polizei rund 320 Menschen – eine Fahne seines Heimatlandes. Bereits in der Nacht zuvor, als der Putschversuch in der Türkei noch in vollem Gange war, hatten sich rund 360 Menschen vor dem Konsulat versammelt und waren später auf den Klagesmarkt gezogen

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Am Tag nach dem misslungenen Putschversuch in der Türkei ist es in Hannover zu einer weiteren Demonstration vor dem Türkischen Konsulat gekommen. Mehrere Hundert hannoversche Türken haben sich dort versammelt.

Der gescheiterte Putschversuch hat auch zahlreiche Türken in Hannover tief verunsichert. "Das war keine gute Sache", sagte Necati Cevirme. Der 57-Jährige betreibt einen Friseurladen an der Langen Laube. "Ich weiß nicht, wer diesen Putschversuch, wenn es überhaupt einer war, angestoßen hat", sagt er. "Ich weiß nur, dass Soldaten und Polizisten Opfer waren, die das selbst nicht wollten."

"Wir haben natürlich alle die gesamte Nacht nicht geschlafen, weil die Nachrichten sehr beunruhigend sind", sagte Emine Oglu, Geschäftsführerin der Ditib-Gemeinden in Niedersachsen. "Aber es ist wichtig, jetzt keinen Verschwörungstheorien hinterherzujagen, sondern besonnen zu bleiben". Als gutes Signal wertet sie, dass "Regierung und Opposition gemeinsam auf die Straße gegangen" seien.

Bei dem Putschversuch in der Türkei waren mehr als 260 Menschen getötet und weit über 1000 verletzt worden. 

frs/med/jki/uwe

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