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Aus der Stadt Ernst-August-Galerie eröffnet königliche Ausstellung
Hannover Aus der Stadt Ernst-August-Galerie eröffnet königliche Ausstellung
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08:12 08.02.2013
Plötzlich Prinzessin: Besucher lassen sich als Adelige fotografieren Quelle: Ditfurth
Hannover

Das Center-Management hatte zur Eröffnung seiner Ausstellung  „Hannover – Dein Königreich“ geladen. „Die Ernst-August-Galerie wird im Oktober fünf Jahre alt – da ist die Ausstellung auch ein Zeichen der Verbundenheit mit Hannover“, sagte Center-Managerin Catharina Schubert.

Die kleine Schau auf der Promenade erweckt noch bis zum 16. Februar die alte Welt der Welfen zu neuem Leben: Auf Textsäulen erfahren Besucher, dass die Adelsfamilie in Gestalt von Kaiser Otto IV. anno 1209 einen leibhaftigen Kaiser stellte oder dass die Biedermeier-Mode im 19. Jahrhundert „Hammelkeulenärmel“ und „Vatermörderkragen“ kannte. Dazu sind historische Fahrräder und Münzen zu sehen. Bei Mitmachaktionen können Besucher den Buckingham-Palast malen oder königliche Masken gestalten. In einer historischen Schneiderei führt Angela Gottschalk zwischen prächtigen Stoffen und altmodischen Garnrollen vor, wie früher Kleider entstanden.

Und was sagen die Prinzen dazu? „Das ist eine witzige, moderne Ausstellung. Und wen es nicht interessiert, den stört es auch nicht“, resümierte der gewohnt illustre Prinz Heinrich. Erbprinz Ernst August dagegen vermochte die Schau nicht zu beurteilen. „Ich habe bisher nur oberflächlich darüber geguckt.“ Mit dem „Café Schloss Marienburg“ ist aber auch sein Haus mit in die Ausstellung eingebunden – dort kann man stilecht Welfenspeise essen. Viele der geladenen Gäste kannten sich mit der Welfengeschichte aber ohnehin bestens aus, darunter waren Vertreter des Landesmuseums und des Historischen Museums sowie der deutsch-britischen Gesellschaft, der Dirigent des Hausorchesters der Welfen, Ernst Müller, und die Adelsexperten Alexander Dylong und Michael Begasse. Dieser moderierte auch eine Talkrunde über die royalen Schätze.

Welchen Rang er in der Thronfolge des britischen Königshauses einnehme, wollte Begasse von Erbprinz Ernst August wissen. „Keine Ahnung“, erwiderte dieser trocken. Er überlässt das Reden über das königliche Erbe lieber seinem Onkel, der das gern macht: Heute um 16 Uhr signiert Heinrich Prinz von Hannover bei Hugendubel Bücher über seine Familie.

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