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Aus der Stadt Ernst-August-Platz wird nicht umbenannt
Hannover Aus der Stadt Ernst-August-Platz wird nicht umbenannt
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10:04 16.12.2015
Von Andreas Schinkel
„Ich habe dieser Demokratie die Flügel gestutzt“: Ernst August, König von 1837 bis 1851, auf seinem Lieblingspferd Ibrahim. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Piraten-Vertreter Jürgen Junghänel hat von seiner Forderung, den Ernst-August-Platz umzubenennen, Abstand genommen. „Ich wollte mit meinem Antrag eine Diskussion anstoßen“, sagte er am Montagabend im Bezirksrat Mitte. Die Mitglieder des Gremiums waren über den Rückzug verärgert. „Ihr Verhalten ist grenzwertig“, sagte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Junghänel laufe Gefahr, dass seine Anträge nur noch als Witz verstanden werden.

Auch Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl fühlte sich veralbert. „Ein politisches Gremium und Vertreter der Verwaltung haben sich mit der Forderung Junghänels ernsthaft beschäftigt“, sagte Nebendahl nach der Sitzung. Vor dem Rückzug des Piraten-Antrags hatte Nebendahl noch empfohlen, dass sich der Beirat der Stadt, der etliche Straßennamen prüft, beizeiten mit Ernst August befassen solle.

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Der Piraten-Vertreter hatte den Bezirksrat dazu aufgerufen, den Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof in Leibnizplatz umzubenennen. Ernst August sei schon nach damaligen Maßstäben Vertreter eines Unrechtsregimes gewesen. Die CDU hatte sich Zeit für Beratung erbeten. „Ihre Partei nennt sich nach Räubern und Mördern. Sie sollten einen anderen Namen finden“, konterte CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch jetzt.

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