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Aus der Stadt Alles klar fürs Osterfeuer
Hannover Aus der Stadt Alles klar fürs Osterfeuer
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00:15 04.04.2015
Von Jan Helge Petri
Foto: Der Wind soll es möglichst noch trocknen: Platzwart Enrico Kröger schichtet beim Turnerbund Stöcken das Brennholz auf.
Der Wind soll es möglichst noch trocknen: Platzwart Enrico Kröger schichtet beim Turnerbund Stöcken das Brennholz auf. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Zum Beispiel beim Turnerbund in Stöcken. Platzwart Enrico Kröger hat gestern den Bierwagen aufgebaut, und auch der Bratwurststand samt Grill steht schon bereit für das große Feuer. „Nur das Wetter will noch nicht wirklich mitspielen“, bedauert der 45-Jährige. Alles Brennmaterial, das die Vereinsmitglieder zur Sammelstelle am Sportplatz gebracht haben, ist durchnässt.

Trotzdem ist Kröger zuversichtlich, dass sie das Feuer am Sonnabend anzünden können. „Das hat in den vergangenen elf Jahren, in denen ich dabei bin, noch immer geklappt - vielleicht raucht es diesmal durch die Nässe einfach nur stärker“, sagt er.

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An Brennmaterial für das Feuer mangelt es jedenfalls nicht - neben dem mitgebrachten Holz der Sportler hat auch das Grünflächenamt den Turnerbund mit geeignetem Brennmaterial beliefert. Einige Holzspenden von Vereinsmitgliedern musste Kröger hingegen dankend ablehnen. Behandeltes Holz wie etwa Holzpaletten oder Holzkisten dürfen aus Umweltschutzgründen nicht verbrannt werden - das schreibt die Genehmigung der Stadt vor. Genauso verhält es sich mit Zweigen von Nadelbäumen.

Zusammen mit engagierten Helfern des Nachbarvereins SV Kleeblatt Stöcken beginnt das Aufschichten des Holzstapels erst am Sonnabend gegen 9 Uhr. Viel früher ist es auch gar nicht erlaubt: Um zu verhindern, dass Kleintiere, die im Holzstapel Unterschlupf gesucht haben, dem Osterbrauch zum Opfer fallen, darf das Brennmaterial erst am Tag des Feuers endgültig aufeinander geschichtet werden.

Warm und kuschelig wird es am Sportplatz in Stöcken dann ab etwa 19 Uhr, wenn das große Feuer gezündet wird. Kinder dürfen sich schon eher auf gemütliche Temperaturen freuen. Ab 18 Uhr können sie auf dem Parkplatz an Feuerkörben Stockbrot backen. Ab 20 Uhr gibt es Livemusik.

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Über die Besucherzahl kann Platzwart Kröger nur mutmaßen. „Im letzten Jahr waren rund 1300 Leute dabei“, sagt er. Wie viele letztendlich kommen, sei aber wetterabhängig. „Dadurch, dass der TB Stöcken und SV Kleeblatt das Feuer gemeinsam ausrichten, wird es wohl nicht ganz leer werden“, sagt er augenzwinkernd. Vereinsmitglieder brächten stets Freunde und Verwandte mit, um die Stimmung am Feuer gemeinsam bei Bratwurst und Bier zu genießen.

Vier bis fünf Stunden soll das große Feuer auf der rund 16 Quadratmeter großen Feuerstelle brennen. Die letzten Flammen werden bis 2 Uhr nachts gelöscht. Solange müssen auch die Helfer warten. An den Tagen danach geht es weiter - mit den Aufräumarbeiten.

Von Jan Helge Petri

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