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Aus der Stadt Erste Elternfahrten starten im Juli
Hannover Aus der Stadt Erste Elternfahrten starten im Juli
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20:24 11.05.2015
Von Saskia Döhner
Wegen des Klassenfahrtenboykotts von Lehrern gehen Eltern mit Kindern der Elsa-Brandström-Schule auf Klassenfahrt. Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Wie Schulelternratsvorsitzender Rainer Rühmann sagte, reisen zwei Klassen nach Otterndorf bei Cuxhaven, eine fährt nach Langeoog und die vierte ins Elbsandsteingebirge in die Sächsische Schweiz. Der 12. Jahrgang will im Oktober mit Eltern nach Rom reisen.

Diese Elternfahrten, die das Kultusministerium nach monatelangem Zögern und beharrlichem Kampf der Eltern um den Fördervereinsvorsitzenden Wolfgang Czychon als Modellversuch erlaubt hat und die vom Schulleiter unterstützt werden, gelten aber nicht als Schulfahrten. Der versäumte Unterrichtsstoff muss nachgeholt werden. Schüler, die an der Fahrt nicht teilnehmen, besuchen stattdessen den Unterricht in Parallelklassen. Auf jeweils sieben Schüler kommt ein Elternteil als Betreuer. Im Schadensfall muss die Privathaftpflicht der Eltern teilnehmender Schüler oder der Begleiter aufkommen. Zudem werden Reise- und Veranstaltungshaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Die Fahrten kosten zwischen 160 (für Otterndorf), 230 (für Langeoog) und 420 Euro (für Rom). Im Bedarfsfall kann auch der Förderverein der Schule Zuschüsse geben. Erklärungen zu gesundheitheitlichen Beeinträchtigungen oder Schwimmfertigkeiten werden im Vorfeld eingeholt. Das ist auch bei Klassenfahrten üblich. Rühmann sagte, dass die Eltern, die als Begleiter mitkommen, selbst dafür Urlaub nehmen müssen. Viele hätten privat schon Jugendfahrten für die Feuerwehr oder den Chor organisiert. Für die Schüler ist die Teilnahme an den Elternfahrten freiwillig. Manche Klassen fahren geschlossen mit, anderere zu einem überwiegenden Teil. Lehrer dürfen nicht mitfahren.

Dreiviertel der rund 270 Gymnasien landesweit machen derzeit keine Klassenfahrten. Damit wehren sich die Pädagogen dagegen, dass das Land zum 1. August 2014 die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung von 23,5 auf 24,5 Stunden erhöht hat. Die Personalräte argumentieren, dass den Lehrern keine andere Möglichkeit bleibe, als bei den freiwilligen Leistungen zu kürzen, da sie sonst schon überlastet seien. Nicht nur an der Elsa-Brändström-Schule, sondern auch an der Leibnizschule und an anderen Gymnasien im Land wollen Eltern als Begleiter einspringen. Czychon und Rühmann sagen, es gehe nicht darum sich in dem Konflikt auf eine Seite zu schlagen, sondern den Schülern das Gemeinschaftserlebnis zu ermöglichen.

Nach Ansicht des Landeselternrates ist das Engagement dieser Eltern löblich. Andererseits könnten Elternfahrten die Reise mit dem Lehrer nicht ersetzen, denn es gehe gerade um ein gemeinsames Erlebnis von Schülern und Pädagogen, sagt Stefan Bredehöft vom Landeselternrat. „Man lernt sich einfach mal ganz anders kennen.“ Und Schülervertreterin Daniela Rump betont, sie hoffe generell auf ein baldiges Ende des Streits um den Klassenfahrtenboykott. An der Elsa-Brändström-Schule stellen sich die Eltern aber darauf ein, dass sie auch noch im nächsten Schuljahr mit Schülern auf Reisen gehen werden, meint Rainer Rühmann. „Wir planen schon die Fahrten für das nächste Schuljahr.“

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