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Aus der Stadt Ex-Frau im Streit um Kinder erstochen
Hannover Aus der Stadt Ex-Frau im Streit um Kinder erstochen
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14:18 15.12.2009
Prozess vor dem Landgericht Hannover. Quelle: Rainer Dröse

Sie floh ins Frauenhaus, lief aus Angst vor den Todesdrohungen ihres Ex-Manns zur Polizei - dennoch wurde die 36-Jährige schutzlos auf offener Straße niedergestochen: Der Braunschweiger Angeklagte soll die Frau im Mai in Hannover so schwer verletzt haben, dass sie vier Tage danach starb. Zum Prozessauftakt ließ der Mann über seinen Anwalt erklären, dass er über den Tod seiner Ex-Frau sehr bestürzt sei, was die Tat angehe aber eine absolute Erinnerungslücke habe.

Drei Tage vor der Bluttat hatte die Frau Anzeige gegen ihren Ex-Mann erstattet und zu Protokoll gegeben, Angst zu haben und ihren Ex-Mann für unberechenbar zu halten. Dieser drohe ultimativ sie umzubringen, falls sie die Kinder nicht herausgebe. Der Tschetschene wollte nicht, dass die Kinder in dem gleichen Haushalt lebten, wie der neue Freund der Ex-Frau. Der Angeklagte selbst war bereits wieder verheiratet und hatte mit der neuen Partnerin ein Kind.

Zeugen sagten im Prozess aus, dass die Frau schreiend auf die Straße rannte - gefolgt von dem Angeklagten. Die Frau war panisch, sagte eine Zeugin. Ein anderer Zeuge beobachtete, dass die Frau ihre Schuhe verlor und dann auf die Fahrbahn fiel und auf dem Rücken lag. „Sie war ihm ausgeliefert wie auf der Schlachtbank“, schilderte eine Zeugin. Sie beobachtete dann, wie der kleine und sehr schlanke Mann ein Messer zog und einmal in die Brust stach. „Er ging nach der Tat in großer Ruhe zur S-Bahn-Haltestelle“, sagte ein Zeuge. „Ich fand ihn so ruhig. Er wirkte so, als ob etwas vollbracht worden ist. Ich hatte das Gefühl, das der Mann wusste, was er tat“, sagte eine andere Zeugin. Der Prozess wird am 22. Dezember fortgesetzt.

lni

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