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Aus der Stadt Ex-Frau hinter Auto hergeschleift - Urteil erwartet
Hannover Aus der Stadt Ex-Frau hinter Auto hergeschleift - Urteil erwartet
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09:26 31.05.2017
Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt gestanden, dass er Ende November in Hameln die 28-Jährige auf grausame Weise töten wollte.  Quelle: Wilde
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Hannover

Im Prozess gegen einen 39-Jährigen, der seine Ex-Frau an einem Seil hinter seinem Auto hergeschleift hat, wird am Mittwoch gegen 9 Uhr das Urteil erwartet. Der Mann ist vor dem Landgericht Hannover wegen versuchten Mordes angeklagt. Er hatte zum Prozessauftakt gestanden, dass er Ende November in Hameln die 28-Jährige auf grausame Weise töten wollte. Nach Faustschlägen, Messerstichen und Axthieben band er die Frau laut Anklage an die Anhängerkupplung und fuhr schnell los. Nach rund 200 Metern löste sich das Seil, das Opfer überlebte schwer verletzt. Während der Tat saß der damals knapp dreijährige Sohn der beiden im Auto. Hintergrund des Gewaltexzesses war ein Streit um Unterhaltszahlungen.

Im November 2016 band ein Mann seine schwer verletzte Ex-Partnerin an seinem Wagen fest und raste los. Nun steht der Mann wegen versuchten Mordes in Hannover vor Gericht. 

Am Mittwoch sollen am Vormittag die Plädoyers gehalten werden. Danach ist die Urteilsverkündung geplant. Die Frau, die physisch und psychisch unter den Folgen des Verbrechens leidet, tritt als Nebenklägerin auf. Während des Prozesses wurde auch der kleine Sohn als Nebenkläger zugelassen. Die Anwälte der beiden hatten am zweiten Verhandlungstag 250.000 Euro Schmerzensgeld für die 28-Jährige gefordert. Darüber hat das Schwurgericht auch zu entscheiden.

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Nach Einschätzung des psychiatrischen Gutachters ist der Angeklagte zwar psychisch gestört, aber voll schuldfähig. Der komplexe Tatablauf spreche gegen eine Affekttat, sagte der Sachverständige. In dem von seinem Verteidiger verlesenen Geständnis hatte der 39-Jährige angegeben, die Tat nicht geplant zu haben. Seile und Axt habe er wegen Gartenarbeiten stets im Auto dabei gehabt.

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Der Angeklagte hat wie das Opfer kurdische Wurzeln. Das Paar hatte 2013 nach islamischem Recht geheiratet. Nach Schilderung der Frau begannen die Misshandlungen, als sie zu dem Mann nach Eimbeckhausen bei Bad Münder zog. Im Frühjahr 2014 trennte sie sich von ihm. Der brutale Mordversuch hatte im vergangenen Jahr bundesweit Bestürzung ausgelöst. In der Kleinstadt Hameln versammelten sich kurz danach Hunderte Menschen zu einer Mahnwache.

dpa

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