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Aus der Stadt Fahrpreise im Nahverkehr steigen wieder
Hannover Aus der Stadt Fahrpreise im Nahverkehr steigen wieder
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00:17 24.05.2015
Von Bernd Haase
Eine Fahrt mit der Straßenbahn wird ab dem 1. Januar noch teurer. Quelle: Geoffrey May
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Hannover

Das Ritual der jährlichen Fahrpreissteigerungen im öffentlichen Nahverkehr findet seine Fortsetzung. Am 1. Januar kommenden Jahres werden die Tarife um durchschnittlich 2,2 Prozent angehoben. Eine einschneidende Änderung betrifft die rabattierte Seniorenmonatskarte. Bisher können sie Männer und Frauen ab 60 Jahren erwerben, in sieben Monaten steigt die Altersgrenze auf 63 Jahre.

Wie üblich steigen die Preise nicht in jeder Fahrscheinkategorie und nicht in jeder gleich. Die Tarife für das bei den Kunden beliebte Kurzstreckenticket, für Kindertickets sowie für Einzeltickets und Tageskarten im Ein-Zonen-Bereich bleiben konstant. Dagegen werden Einzelfahrscheine und Tagestickets für mehrere Zonen 10 beziehungsweise 20 Cent teurer. Kosten für Sammeltickets steigen um 30 bis 40 Cent je Block. Bei den Monatskarten liegen die Preissteigerungen je nach Zone und Klasse bei Margen zwischen einem und 4,80 Euro. Schüler zahlen für ihre Sparcard zwischen 80 Cent und 1,60 Euro mehr; Auszubildende sind mit einem Euro dabei.

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Neue Preise

Eine tabellarische Übersicht über die Preissteigerungen finden Sie hier.

Zur Begründung für die künftigen Preise führen die Verkehrsunternehmen gestiegene Personalkosten bei gleichzeitig stabilen Fahrgastzahlen an. „Die wachsende Nutzung des Fahrrades, aber auch die Benzinpreisentwicklung lassen derzeit nur wenig Spielräume für steigende Fahrgastzahlen erkennen“, schreiben sie in einer Vorlage für den Verkehrsausschuss der Region. Trotzdem erwarten sich die Unternehmen durch die höheren Tarife Mehreinnahmen von 6,73 Millionen Euro auf dann insgesamt mehr als 250 Millionen Euro.

Das höhere Nutzungsalter für die Seniorenmonatskarte begründen die Unternehmen damit, dass das durchschnittliche Einstiegsalter in die Rente in den vergangenen Jahren gestiegen ist und mittlerweile deutlich über 60 Jahren liegt. Andererseits hat man beim Kauf von Monatskarten unter den Senioren eine gewisse Zurückhaltung im Vergleich zu anderen Altersgruppen registriert. Während 45 Prozent aller Schüler und Jugendlichen sowie 20 Prozent aller Erwachsenen dies Angebot nutzen, sind es bei den Senioren nur sechs Prozent. Damit die Preisanhebung dieses Verhältnis nicht noch weiter verschlechtert, gibt es zwei Bonbons. Erstens dürfen Nutzer, die bereits Monatskarten abonnieren, aber noch keine 63 Jahre alt sind, weiter darauf zugreifen. Zweitens gilt auch bei den Seniorenmonatskarten künftig die Mitnahmeregelung. Die Politiker im Verkehrsausschuss der Region haben die neuen Tarife am Donnerstag einstimmig durchgewunken.

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