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Aus der Stadt Diese Fahrradrampe kostet Hannover 24.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Diese Fahrradrampe kostet Hannover 24.000 Euro
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17:47 27.03.2017
Von Bernd Haase
Es läuft: VHS-Fachbereichsleiter Michael Guttmann probiert die Fahrradrampe aus.
Es läuft: VHS-Fachbereichsleiter Michael Guttmann probiert die Fahrradrampe aus. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

"Wir haben auf dem deutschen Markt nichts geeignetes gefunden", sagt Architektin Kerstin Ehrenberg vom Büro Ahrens & Grabenhorst. In Holland dagegen sei man, was Fahrradfahren und die dafür vorhandene Infrastruktur angeht, erheblich weiter. Das Transportsystem, das für alle gängigen Räder geeignet sei, befinde sich beispielsweise in Amsterdam bereits an zwei Dutzend Stellen im Einsatz - zumeist in Fahrradgaragen. Es könne auch Neigungen von 50 Prozent bewältigen.

24.000 Euro hat die neue Fahrradrampe der Volkshochschule an der Burgstraße gekostet. Dank ihr ist der Fahrradkeller der VHS nun benutzbar.

Die Anlage besteht aus zwei Aluminiumschienen. Die für den Transport in den Keller hat zwei seitliche angeordnete Bürstenleisten, die Reibung erzeugen und so den Abwärtsdrang auch schwerer Fahrräder bremsen. Aufwärts schiebt man sein Rad auf ein Förderband, das laut Beschreibung "von einem Hochleistungs-Zahnriemen mit sensorgesteuertem und wartungsarmen Elektromotor angetrieben wird."

Ein hurtig vorgenommener Selbstversuch zeigt: Es geht auch mit einem schweren Fahrrad kinderleicht. Beim Abwärtstransport kann man das Rad mit zwei Fingern halten und dirigieren, wenn man will. Bergauf muss lediglich darauf achten, die Vorderradbremse anzuziehen. "Sonst dreht das Rad durch", warnt Guttmann. Der freut sich nun über das fortschrittlichste Fahrradtransportband der Stadt - und vermutlich auch das teuerste.

27.03.2017
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