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Aus der Stadt Fall Ruhnow nach 26 Jahren neu aufgerollt
Hannover Aus der Stadt Fall Ruhnow nach 26 Jahren neu aufgerollt
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20:43 11.01.2013
Von Tobias Morchner
Das Mordopfer Hans-Jürgen Ruhnow. Quelle: privat
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Hannover

Er war am 31. Januar 1986 spurlos verschwunden. Anfang März wurde die Leiche des Jungen zerstückelt und in Müllsäcken verpackt beim Autokino in Isernhagen-Kirchhorst entdeckt. Schnell stellte sich heraus, dass sich der Kopf und die Unterschenkel des Toten nicht in den Säcken befanden. Die fehlenden Gliedmaßen wurden kurz darauf in Marienwerder in der Nähe des Varta-Geländes entdeckt.

Die Ermittlungen führten die Kripobeamten schnell ins Homosexuellenmilieu rund um den Hauptbahnhof. Dort soll Hans-Jürgen Ruhnow seit Oktober 1985 regelmäßig verkehrt haben. Bereits damals vermuteten die Ermittler, dass der letzte Freier des 16-Jährigen etwas mit dem Tod des jungen Mannes zu tun gehabt haben könnte. Am Tag seines Verschwindens soll Ruhnow gegen 17.30 Uhr in Begleitung eines etwa 45 Jahre alten Mannes mit Stirnglatze den Hauptbahnhof verlassen haben. Die Polizei fahndete damals mit einer Phantomzeichnung erfolglos nach dem Unbekannten. Bis heute ist das Verbrechen nicht aufgeklärt. Unklar ist, was die Ermittler jetzt dazu bewogen hat, den Fall im Fernsehen zu präsentieren. Die Polizei konnte zu dieser Frage am Freitag keine Angaben machen. Fest steht lediglich: Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt worden.

Conrad von Meding 15.01.2013