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Aus der Stadt Feine Klänge in privaten Räumen
Hannover Aus der Stadt Feine Klänge in privaten Räumen
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09:32 01.11.2015
Von Conrad von Meding
Auch das Dogma Quintett, ausgezeichnet mit dem Echo Klassik 2012 und 2014, war schon in Hannover. Quelle: Susanne Guenther
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Hannover

Die ersten Veranstaltungen sind schon ausverkauft, doch vielfach gibt es noch Karten für Musikliebhaber. Organisatorin Ulrike Groffy hat das Konzept für die Musikreihe aus Köln mitgebracht, als sie mit ihrem Mann im Zuge der Fusion der Versicherer HDI und Gerling nach Hannover gezogen ist. Konzertreihen in privaten Wohnzimmern gibt es zwar auch in Hannover schon auf Stadtteil-ebene - nicht aber mit ausschließlich professionellen Besetzungen und ohne öffentliche Förderung. „Wir sind ein privates Netzwerk kulturfördernder Gastgeber“, sagt Groffy, die eigentlich Buchhändlerin und Literaturwissenschaftlerin ist, aber Musik „von Klassik bis Pop, von Hip-Hop bis Jazz“ liebt - „Hauptsache, sie ist gut gespielt“.

Zwischen 30 bis 35 Gästen in privaten Wohnzimmern bis maximal 100 Zuhörer - das ist die Bandbreite. Die Karten kosten pauschal 21,50 Euro (ermäßigt: 11,50 Euro) zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Vor allem aber zahlen die Gastgeber. Sie dürfen bei den Organisatoren Wünsche äußern: welche Musikrichtung, welche Stücke, welche Art der Interpretation. Die Organisatoren, die mittlerweile in zwölf Städten bundesweit aktiv sind, suchen sich dafür die passenden Interpreten. Immer sind es Berufsmusiker, und fast immer Nachwuchskünstler, die sich ihren Ruf noch aufbauen. Unter anderem aber fanden auf diese Weise Musiker des Dogma-Quintetts (großes Bild) oder der Pianist Igor Levit ihren Weg zu Konzerten nach Hannover. „Wir wollen die Konzertszene in Hannover durch ein ganz besonderes Angebot bereichern und zugleich Künstlern ein besonderes Forum für ihre Konzerte geben“, sagt Groffy.

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Restlos ausverkauft ist bereits das Konzert von Mariama in einem Privathaus in Burgwedel. Auch für das Konzert von Voice and Sax in der Kleefelder Wangenheimstraße am Donnerstag, 5. November, gibt es kaum noch Restkarten. Für das Auftaktkonzert der Indiepopband Cinnamon Loves Candy am Dienstag nächster Woche, 19.30 Uhr, im Mini-Zentrum, Lister Kirchweg, gibt es ebenso noch Vorverkaufskarten wie für die Jazzformation Pulsar Trio am Sonnabend, 7. November, 17 Uhr, im Torhaus, wo Ulrich Gehrke und Dietmar Althof die Gastgeber sind. Weitere Veranstaltungen spielen unter anderem im Bang-&-Olufsen-Geschäft in der Karmarschstraße oder in einem Hinterhof an der Lister Meile – die genaue Adresse gibt es beim Kauf der Karten. Schließlich sollen die Konzerte ihren intimen Charakter bewahren.

Informationen gibt es montags bis donnerstags unter (02 21) 97 75 53 17 oder per E-Mail unter ticket@salonfestival.de, das Programm ist im Internet abrufbar unter salonfestival.de.

Mathias Klein 26.10.2015
29.10.2015