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Aus der Stadt Fernwärme wird mehr Öko
Hannover Aus der Stadt Fernwärme wird mehr Öko
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15:36 09.01.2018
Bau eines Fernwärmetunnels (hier: in Berlin).
Bau eines Fernwärmetunnels (hier: in Berlin). Quelle: (Symbolfoto) dpa
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Hannover

Ausgerechnet mit Energie aus der Müllverbrennung soll Hannovers Fernwärme ökologischer werden. Stadtwerke-Chefin Susanna Zapreva und der Chef der Verbrennungsanlage Energy from waste, Bernhard M. Kemper, haben am Dienstag dazu einen Vertrag unterzeichnet.

Bisher kommt die Hitze der Fernwärmeanlage aus den Gas- (Linden) und Kohle- (Herrenhausen)-Kraftwerken der Stadtwerke, wobei die Abwärme zum Teil ein Restprodukt der Stromproduktion ist, was ökologisch sinnvoll ist. Jetzt aber soll vor allem die Ressource Kohle stärker durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Enercity baut daher für mehrere Millionen Euro eine Fernwärmeleitung von der Müllverbrennungsanlage in Lahe an der Kirchhorster Straße vorbei Richtung Podbielskistraße, wo die Leitung an das bestehende Netz angeschlossen wird. Energie aus Müllverbrennung gilt als erneuerbare Energie nach dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien.

Unter Spitzenlast werde die aus „thermischer Abfallverwertung“ gewonnene Energie ein Viertel des jährlichen Fernwärmeabsatzes von 1200 Gigawattstunden beisteuern, sagt Zapreva. Jährlich würden bis zu 45 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Der Bau der knapp fünf Kilometer langen Fernwärmeleitung soll etwa Mitte 2018 starten, sobald die Genehmigung für den Trassenverlauf abgeschlossen ist.

Von Conrad von Meding