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Aus der Stadt Fernwärmepreis sinkt heute trotz neuer Gebühr
Hannover Aus der Stadt Fernwärmepreis sinkt heute trotz neuer Gebühr
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07:30 01.10.2015
Von Conrad von Meding
Viele Tausend Privathaushalte sind an das 315 Kilometer lange Fernwärmenetz in Hannover angeschlossen.  Quelle: dpa
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Hannover

Der sinkende Fernwärmepreis ist umso ungewöhnlicher, als dass die Stadt wegen ihrer angespannten Finanzen entschieden hat, erstmalig Konzessionsgebühren dafür zu erheben, dass die Fernwärme unter kommunalen Straßen und Bürgersteigen durchgeleitet wird. Weil es zugleich aber Preissenkungen bei Energie gegeben hat, die die Stadtwerke auch an Fernwärmekunden weitergeben müssen, sinkt der Preis mit heutigem Datum um durchschnittlich 1,22 Prozent.

Viele Tausend Privathaushalte, aber insbesondere auch Einrichtungen wie Krankenhäuser, Verwaltungen und Schulen sind an das 315 Kilometer lange Fernwärmenetz in Hannover angeschlossen. Sie erhalten Heizenergie gewissermaßen als „Abfallprodukt“ aus der Stromerzeugung der hannoverschen Kraftwerke.

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Der Preis pro Kilowattstunde setzt sich aus einem komplizierten, gesetzlich festgelegten Schlüssel zusammen, in den Gas- und Kohlepreise einfließen, aber etwa auch der Investitionsgüterindex oder der Index für Zentralheizungen. Dieser sogenannte Arbeitspreis sinkt um 1,79 Prozent.

Die Konzessionsabgabe hingegen ist für Fernwärmekunden neu. Bei Gas und Strom wird der Obolus bereits seit Jahrzehnten erhoben. Ob er auch für Fernwärme gelten soll, hatte zwischenzeitlich Zerwürfnisse in der Ratspolitik ausgelöst, denn eigentlich ist aus Klimaschutzgründen gewollt, dass Anreize zum Bezug von Fernwärme gesetzt werden. Der Haushalt stand am Ende dagegen. Jetzt werden 0,32 Cent pro Kilowattstunde Fernwärme erhoben, dadurch steigt der Preis um 0,19 Prozent. Nach Angaben von Stadtwerke-Sprecherin Bianca Bartels bedeutet das - abhängig vom Abnahmeverhältnis des Kunden - eine durchschnittliche Preissenkung um 1,22 Prozent.

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