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Aus der Stadt Festwochen weiter unter Beschuss
Hannover Aus der Stadt Festwochen weiter unter Beschuss
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20:44 03.11.2009
Von Felix Harbart
Kulturdezernentin Marlis Drevermann Quelle: Christian Behrens
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Stein des Anstoßes ist dieses Mal die Terminplanung der Festwochen und ihre zeitliche Überschneidung mit dem Festival Theaterformen, das im kommenden Jahr in Braunschweig stattfinden wird.

Aus Sicht des Landes, dessen Staatstheater in Hannover und Braunschweig Veranstalter des Festivals sind, ist die Gleichzeitigkeit der Veranstaltungen „unglücklich“ und wäre überdies „vermeidbar“ gewesen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten und CDU-Stadtchefs Dirk Toepffer hervor. „Die Landesregierung hätte sich im Vorfeld der beiden Kulturveranstaltungen eine engere inhaltliche Abstimmung gewünscht“, schreibt das Ministerium. Auch die inhaltlichen Konzepte der beiden Veranstaltungen habe man miteinander abstimmen wollen. „Dem ist die Stadt Hannover bislang nicht nachgekommen.“

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Die Einlassungen aus dem CDU-geführten Ministerium sind Wasser auf die Mühlen der Parteifreunde in Hannover. Die nehmen die „Kollision“ der beiden Kulturveranstaltungen „mit großer Verwunderung zur Kenntnis“, schreibt Ratsherr Oliver Kiaman. „Ich kann Kulturdezernentin Drevermann nur raten, hier künftig ein bessere Abstimmung mit dem Land Niedersachsen zu suchen“, setzt der CDU-Mann noch hinterher.

Ebenfalls bestätigt fühlen dürften sich CDU und FDP im Rat von Zahlen, die das Ministerium im Zusammenhang mit der Verteilung von Freikarten bei Kulturveranstaltungen nennt. Im Allgemeinen betrage ihr Anteil nach einer Statistik des Deutschen Bühnenvereins rund zehn Prozent, bei Festivals sei er indes höher als im Repertoirebetrieb eines Theaters. Beim Festival Theaterformen 2009 seien 13 Prozent der Eintrittskarten kostenlos gewesen. Kulturdezernentin Drevermann hatte unlängst einräumen müssen, bei den Festwochen Herrenhausen in diesem Jahr 35 Prozent der Karten zum Nulltarif unters Volk gebracht zu haben. CDU und FDP hatten dies massiv kritisiert.

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