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Aus der Stadt Klicken wie die Feuerwehr
Hannover Aus der Stadt Klicken wie die Feuerwehr
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00:19 04.09.2014
Ein kleiner Knopfdruck für Landesbranddirektor Jörg Schallhorn, ein großer Schritt für die ehrenamtlichen Retter bei der Suche nach neuen Mitgliedern. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Es ist nur eine kleine Handbewegung mit der Landesbranddirektor Jörg Schallhorn um 12.05 Uhr die neue Facebook-Seite des Innenministeriums freischaltet. Ein Klick auf den Touchpad des Laptop - und das Projekt „Ja zur Feuerwehr“ ist auch im größten sozialen Netzwerk der Welt vertreten. „Das ist ein guter weiterer Schritt, um die Arbeit bei der Feuerwehr als das wichtige Ehrenamt zu präsentieren, das sie ist“, sagt Schallhorn. Weil die niedersächsischen Feuerwehren unter Mitgliederschwund leiden, wurde die „Ja zur Feuerwehr“-Kampagne vor fast vier Jahren initiiert.

„Bei einer Untersuchung im Jahr 2008 haben wir festgestellt, dass die Zahl der Freiwilligen Feuerwehrleute in jedem Jahr um etwa 1 bis 1,5 Prozent sinkt“, erklärt Jan-Frerk Mandel, Mitarbeiter des Dezernates für Brandschutz, Katastrophenschutz und Verteidigung bei der Polizeidirektion Hannover. „Der demografische Wandel macht auch vor uns nicht Halt.“ Im Jahr darauf startet das Innenministerium eine Imagekampagne, um Nachwuchs für die Freiwilligen Helfer in ganz Niedersachsen zu gewinnen. Mit einer Internetseite, Flyern und Plakataktionen sollten junge Menschen über das vor allem im ländlichen Bereich so wichtige ehrenamtliche Engagement informiert und dafür begeistert werden.

„Heute geht dieses Projekt in eine neue Phase über“, sagt Karolin Neumann von der TVN Corporate Media GmbH, die gemeinsam mit der Verlagsgesellschaft Madsack die Facebook-Seite der Kampagne betreut. Dort haben Besucher ab sofort die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Seit Montag kann sich jeder, der selbst in der Feuerwehr ist oder schon Erfahrungen mit den Rettern gesammelt hat, etwa an einem Videowettbewerb beteiligen.

„Wir suchen aus den Einsendungen, die man uns in Textform, mit Bildern illustriert oder als kleines Video zuschicken kann, die besten 15 aus“, sagt Neumann. Diese werden dann von TVN mit den Protagonisten an den Originalschauplätzen als professionelle Clips produziert: Über die professionellen Videos, in denen die Feuerwehrleute die Hauptrolle spielen, kann dann unter der Adresse

www.facebook.com/JazurFeuerwehr
abgestimmt werden.

Für die fünf besten Beiträge gibt es ein Preisgeld von 2500 bis 500 Euro. „Auch dabei orientieren wir uns an dem Grundgedanken der Feuerwehren: Gemeinschaft“, erklärt Neumann. „Nicht die Person, die die Geschichte eingereicht hat, bekommt das Geld, sondern die Freiwillige Feuerwehr, um die es in dem Beitrag geht.“

Mit dem Videowettbewerb und der neuen Facebook-Seite sollen 16- bis 30-Jährige angesprochen werden. „Wir stellen fest, dass diese Gruppe enorm motiviert ist und sich sehr stark engagiert, ist sie erst einer Feuerwehr beigetreten“, sagt Jürgen Ehlers, Vize-Präsident des Landesfeuerwehrverbandes. Die Zahlen geben ihm recht. Zum ersten Mal seit Jahren konnte der Verband 2013 einen Anstieg bei den Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren vermelden.

jki

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