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Aus der Stadt Flüchtlinge demonstrieren in der Oststadt
Hannover Aus der Stadt Flüchtlinge demonstrieren in der Oststadt
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00:15 16.12.2014
Von Tobias Morchner
Ermittler der Polizei untersuchen den Brandort. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Das Feuer im Zeltlager der sudanesischen Flüchtlinge am Weißekreuzplatz ist nicht durch Brandbeschleuniger hervor gerufen worden. Das haben Ermittlungen von Brandexperten ergeben. Für Sonnabend haben die Flüchtlinge eine Demonstration in der Oststadt angekündigt. Die Experten der Polizei hatten mit einem Gerät, dass Rückstände von Benzin oder anderen Brandbeschleunigern erkennen kann, die Überreste der Zelte in dem Lager der Flüchtlinge am Weißekreutzplatz untersucht. „Dabei haben die Kollegen keinerlei Feststellungen machen können“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Dennoch geht die Behörde weiter von Brandstiftung als Ursache für das Feuer aus. Klar ist allerdings nicht, ob der Brand vorsätzlich oder fahrlässig, beispielsweise durch eine umgefallene Kerze, entstanden ist. In den kommenden Tagen wollen die Ermittler weitere Zeugen befragen, um den Vorfall doch noch aufklären zu können.

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Am Donnerstagmorgen waren in dem Protestlager zwei Zelte in Flammen aufgegangen. Die Polizei rettete drei Asylbewerber, die in einem der Zelte schliefen, in letzter Sekunde vor dem Feuer. Einer der drei Männer musste mit einer leichten Rauchvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Er hatte versucht, sein Hab und Gut aus dem brennenden Zelt zu retten. Die Polizei konnte ihn nur mit Gewalt davon abbringen.

Feuer im Flüchtlingscamp: Zwei Zelte sind im Flüchtlingscamp am Weißekreuzplatz komplett niedergebrannt. Ein Mann wurde leicht verletzt.

Die sudanesischen Flüchtlinge, die das Areal seit dem 24. Mai besetzt halten, um auf die Probleme in ihrer Heimat aufmerksam zu machen, wollen am Sonnabend um 13 Uhr eine Kundgebung am Weißekreuzplatz abhalten. Sie hatten bereits kurz nach dem Brand angekündigt, nicht klein beigeben und in ihrem Zeltlager bleiben zu wollen.

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