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Aus der Stadt Flüchtlingsunterkunft erhält Holzbaupreis
Hannover Aus der Stadt Flüchtlingsunterkunft erhält Holzbaupreis
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19:38 13.07.2017
Von Conrad von Meding
Kurz vor der Fertigstellung: Die Anlage Steigertahlstraße.  Quelle: Surrey
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Hannover

Für ihre fröhlich-bunte und zudem gut konzipierte Idee haben städtisches Gebäudemanagement und die Mosaik-Architekten jetzt den Vorarlberger Preis „Holzbau außer Landes“ erhalten.

Konkret zeichnete die Jury die Unterkunft an der Lindener Steigertahlstraße aus. Der Komplex, der 96 Zimmer für Flüchtlinge bietet, strahle „durch die Farbigkeit Optimismus und Zuversicht aus“, heißt es in der Preisbegründung. Obwohl die Großunterkunft seriell gefertigt wurde, sehe sie „nicht billig aus“.

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Drei zweigeschossige Wohnriegel legen sich u-förmig um ein Gemeinschafts- und Verwaltungsgebäude - nach diesem Grundkonzept wurden auch die Anlagen in Ahlem und Herrenhausen gefertigt. Alle Bauteile sind aus Brettsperrholz gebaut: In Österreich fertigte die Firma Kaufmann Bausysteme die kompletten Module vor, die dann in Hannover nur noch zusammengesetzt und mit Fassadenplatten versehen wurden.

Nach Angaben des Mosaik-Architekten Kay Marlow sollen die Unterkünfte deutlich länger halten als vergleichbare Stahlcontainer. Zudem gilt Holz als klimaneutral, weil es ein nachwachsender Rohstoff ist.

Der Vorarlberger Holzbaupreis wird seit zwölf Jahren vergeben und gilt als wichtiger Branchenpreis. Insgesamt soll es in diesem Jahr 140 Bewerbungen gegeben haben, die Jury zeichnete Projekte in sieben unterschiedlichen Kategorien aus.

Das Architekturbüro hat nach den guten Erfahrungen mit dem Baustoff Holz jetzt ein weiteres Holzbauprojekt gestartet. An der Vahrenwalder Straße konzipieren die Planer eine neue Siedlung mit 124 Wohnungen auf einem Teilgelände des Üstra-Betriebshofes. Dort wird jetzt Holz als Hauptbaustoff im Hochbau zum Einsatz kommen. Für Hannover ist es das erste Mehrfamilienhaus-Wohngebiet, das nahezu komplett aus dem nachwachsenden Rohstoff erreichtet wird.

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