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Aus der Stadt Flusspferd-Baby im Zoo Hannover geboren
Hannover Aus der Stadt Flusspferd-Baby im Zoo Hannover geboren
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18:11 03.05.2016
Flusspferd-Baby Champ zeigt sich der Öffentlichkeit. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Winzig im Vergleich zu seiner Mutter, etwa 35 Kilo leicht, große Nase, kleine Ohren, kurze Beine: Das sind die Merkmale des neu geborenen Flusspferd-Babys im Zoo Hannover. Das Geschlecht des Kleinen ist noch unbekannt, einen „Arbeitstitel“ hat es trotzdem schon: Champ – weil es im Wasser wie ein Champagner-Korken nach oben schnellt. Dass dem gewichtigen Nachwuchs dabei mitunter ein paar schwimmende Salatblätter die Sicht versperren, scheint ihn nicht weiter zu stören.

Im Zoo Hannover ist zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Nachwuchs bei den Flusspferden geboren worden.

Mutter Cherry (18) hatte acht Monate lang ein Geheimnis um ihren Zustand gemacht. Zwar waren der neue Bulle Max aus dem Zoo Kronberg und Cherry einander gleich des Öfteren zugetan, aber da es keinen Schwangerschaftstest für Flusspferde gibt, blieb es spannend. Auch äußerlich ist einer Flusspferdkuh eine Trächtigkeit nicht anzusehen. Bei einem zwei Tonnen schweren Tiere fallen die 35 bis 50 kg, die ein Kalb wiegt, nicht weiter auf. Aber dann kam der 18. April: Als die Tierpfleger an jenem Montagmorgen den Stall betraten, fanden sie Cherry mit ihrem Neugeborenen, das sie sanft mit ihrer breiten Schnauze in Richtung Wasser schubste.

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Flusspferdbabys können schon wenige Minuten nach der Geburt laufen, ihrer Mutter ins tiefe Wasser folgen und sogar unter Wasser Milch trinken. In den ersten Tagen halten sich Mutter und Kind immer deutlich abseits von den Artgenossen, damit sich das Neugeborene auf die Mutter prägen kann. Auch hier im Zoo haben Cherry und ihr Nachwuchs die ersten zwei Wochen in aller Ruhe allein im Mutter-Kind-Becken verbracht. Flusspferdbabys nehmen ihre Mutter anfangs nur als großes Etwas wahr und neigen dazu, allem hinterher zu laufen, was groß und dunkel ist. In der Prägungsphase muss das Baby seine Mutter daher so gut kennen lernen, dass es sie von allen anderen Flusspferden unterscheiden kann. Erst dann schließen sich Mutter und Kind wieder der Gruppe an. 

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