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Aus der Stadt CDU: Fössebad soll doch keine Wettkampfbahn bekommen
Hannover Aus der Stadt CDU: Fössebad soll doch keine Wettkampfbahn bekommen
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17:58 26.06.2017
Von Mathias Klein
Die einen sollen das 50-Meter-Becken bekommen, wollen es aber nicht. Die anderen wollen es, bekommen es aber bisher nicht.  Quelle: Körner
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Hannover

Das Becken für den Wettkampfsport sollte nicht im Fössebad, sondern im Misburger Bad angelegt werden, sagen die beiden. Für diese Planänderung gebe es gute Argumente, meinen die CDU-Politiker. „Die Bürger in Limmer und Linden haben gar nicht den Wunsch, ein 50-Meter-Bad zu bekommen“, sagt Klapproth. Dagegen wollten sie ein Familienbad - mit Sauna und vor allem mit einem Außenbecken. Außerdem hätten die Bürger dort die Befürchtung, dass die Vereine das Becken mit den 50-Meter-Bahnen so oft belegen, dass die Bürger nicht mehr so häufig schwimmen könnten, meint Klapproth. Wenn das große Becken in Misburg gebaut werde, sei zudem Geld für das von den Lindener gewünschte Freibad da, meint er.

Dilemma beim Fössebad verzögert Neubau

Außerdem sei es aus Sicht eines Hannoveraners nicht so wichtig, wo das nach dem Stadionbad zweite städtische 50-Meter-Becken gebaut werde. Klapproth warnt auch davor, die Bäderplanung allein am Wassersportverein Waspo auszurichten. „Der Oberbürgermeister sollte sich nicht unter Druck setzen lassen“, betont er.

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Ein weiteres Argument ist die Parkplatzsituation, sagt die stellvertretende Fraktionschefin Seitz, die aus Misburg kommt. Am Fössebad sei es problematisch, einen Stellplatz zu finden, in Misburg dagegen wesentlich einfacher. Aber Parkplätze seien auch bei Wettbewerben wichtig, sagt Seitz.

Bezirksrat lehnt Antrag ab

Allerdings konnte sich die CDU mit ihrer Idee bei der jüngsten Sitzung im Bezirksrat Misburg-Anderten nicht durchsetzen. Ein entsprechender Antrag wurde abgelehnt. Ein solches 50-Meter-Becken sei in Misburg nicht finanzierbar, hieß es aus der SPD. Zudem gibt es bei den Sozialdemokraten Bedenken, dass beim Bau einer 50-Meter-Bahn in Misburg der Freibadbereich wegfallen könnte.

Wie berichtet will die Stadt insgesamt 36 Millionen Euro in den Neubau der Bäder von Misburg und Limmer investieren. Für das Fössebad sind bei Gesamtbaukosten von 19,5 Millionen Euro auch eine 50-Meter-Bahn sowie Zuschauertribünen geplant. Das Außenbecken will die Stadt dagegen zum Ärger zahlreicher Bürger aufgeben.

In Misburg will das Rathaus 16,5 Millionen Euro investieren. Dort soll es nach der bisherigen Planung ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbad, ein Kinderbecken, Kiosk und Sauna geben. Den vorhandenen Außenbereich will die Stadt während der Bauarbeiten für die Halle neu gestalten. Beide Bäder sollen in den Jahren 2021/22 fertig sein.

26.06.2017
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