Charpentier erhält ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten, teilte die MHH gestern mit. „Die Entdeckungen von Charpentier haben innerhalb kürzester Zeit weltweit zu bedeutenden Fortschritten in der Grundlagenforschung ebenso wie in der angewandten Therapieentwicklung geführt“, betont MHH-Präsident Prof. Christopher Baum.
Die Professorin hat ein körpereigenes System entdeckt, das eine vielversprechende Lösung zur Behandlung von Krankheiten ist, das sogenannte CRISPR-Cas9-System. Es ermöglicht die Abschaltung oder auch Korrektur fehlerhafter Gene. Schon eine leicht veränderte Zusammensetzung eines Gens kann dazu führen, dass für den Körper lebenswichtige Proteine ihre Funktion verlieren und Krankheiten entstehen. Am 1. Januar 2016 wechselt Charpentier von der MHH an die Berliner Charité.