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Aus der Stadt 200 Fans jubeln Frank Turner auf Lister Meile zu
Hannover Aus der Stadt 200 Fans jubeln Frank Turner auf Lister Meile zu
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17:47 13.01.2016
Von Jörn Kießler
Frank Turner ganz nah kommen: Im 25music war das am Dienstagabend möglich.
Frank Turner ganz nah kommen: Im 25music war das am Dienstagabend möglich. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Star-Allüren sind Frank Turners Sache nicht. So wirkt es zumindest, wenn man das unprätentiöse Verhalten des 34-jährigen Briten am Dienstagabend in Hannover erlebt hat. Noch vor seinem Konzert im Capitol stattete der Folk-Sänger dem Plattenladen "25 Music" am Weißekreuzplatz einen kurzen Besuch ab. Dort wollte er eine Art Mini-Gig für all die Fans spielen, die keine Karte mehr für das Konzert ergattern konnten. Doch da hatte er die Rechnung ohne seine Anhänger gemacht. Denn kaum hatte Turner pünktlich um 18.30 Uhr die kleine Bühne in den Räumen an der Lister Meile 25 betreten und die Zuschauer gefragt, wer denn abends nach Linden komme, hob etwa ein Drittel der rund 200 Zuschauer die Hand. "Dann spiele ich jetzt einfach Lieder, die ich später nicht spielen werde", löste der Brite das Problem pragmatisch.

Der Singer-Songwriter Frank Turner gab im Plattenladen 25music an der Lister Meile ein Gratis-Konzert, zu dem 200 Fans kamen. 

Damit legte er dann auch direkt los und beglückte die Fans, die für das besondere Konzert nichts bezahlen mussten, mit insgesamt fünf Liedern ­- und einer Anekdote, die sein fanfreundliches Verhalten erklärt. Jedesmal bevor er in Musikläden auftrete, müsse er an den Film "This is Spinal Tab" denken, so Turner. In dem Streifen aus dem Jahr 1984 geht es um eine fiktive Heavy-Metal-Band. "In einer Szene spielen sie auch in einem Plattenladen", sagte Turner. "Und niemand kommt, um sie zu sehen." Deshalb sei er umso glücklicher, dass so viele seiner Fans zu "25 Music" gekommen seien.

Für die schrieb der 34-Jährige dann auch noch gerne Autogramme. Allerdings nicht zu lange. Um 20 Uhr wollte er im Capitol sein, um seine Vorbands zu sehen. Die wollen schließlich auch nicht vor leeren Rängen spielen.

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