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Aus der Stadt Frau stürzt in U-Bahn-Station
Hannover Aus der Stadt Frau stürzt in U-Bahn-Station
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00:18 25.08.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: Eberstein (Symbolbild)
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Hannover

Es war ein Dienstagmorgen im August 2016, als eine damals 54-jährige Angestellte in der U-Bahn-Station Markthalle / Landtag aus einer Stadtbahn stieg und dem Ausgang entgegenstrebte. Doch kurz vor einem Fahrstuhl fand der vertraute Weg zu ihrem Arbeitsplatz in der Altstadt ein jähes Ende. Die Frau glitt in einer Pfütze neben einer Plakatwand aus und stürzte mit dem Rücken auf die roten Bodenfliesen. Ihre Verletzungen waren erheblich: In der Klinik wurden Schädelprellung, Stauchung der Halswirbelsäule sowie Prellungen an Steißbein, Oberschenkeln und Armen diagnostiziert. Letztendlich war die Frau sechs Wochen krankgeschrieben.

Am Dienstag nun musste sich der 59-jährige Angestellte einer Reinigungsfirma, die jeden Morgen den Boden in der U-Bahn-Station wischt, wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Er soll die gelben Hinweisschilder, die vor der Rutschgefahr auf glattem Untergrund warnen, allzufrüh entfernt haben. Doch der Mann bestritt, dass der Haltestellenboden nach dem Entfernen der Schilder noch nass gewesen sei. Möglicherweise hätten die Mitarbeiter einer Werbefirma, die in der Tunnelstation ein neues Plakat geklebt hätten, glitschige Reste auf den Fliesen hinterlassen.

Waren Plakatierer schuld?

In der Verhandlung sprach die geschädigte Frau davon, dass der Boden tatsächlich „schmierig“ gewesen sei. Doch weil Amtsrichter Koray Freudenberg nicht klären konnte, ob die 55-Jährige nun über verkleckerten Plakatierkleber oder einen Seifenüberschuss der Reinigungsfirma ins Schlingern geraten war, stellte er das Verfahren ein.

Immerhin, so hieß es am Rande der Verhandlung, ist das Opfer nicht ganz leer ausgegangen. Die Üstra soll der Frau - einen Zivilprozess vor Augen - ein Schmerzensgeld im unteren vierstelligen Bereich gezahlt haben.

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