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Aus der Stadt Was geschah im Haus von Andrea K.?
Hannover Aus der Stadt Was geschah im Haus von Andrea K.?
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00:20 09.05.2015
Von Jörn Kießler
Beamte der Spurensicherung arbeiten vor dem Haus an der Mars-la-Tour-Straße, in dem die Frau tot aufgefunden wurde. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die Beamten, die K. am Dienstagmittag tot in ihrer Wohnung in der Mars-la-Tour-Straße entdeckten, fanden zunächst keine eindeutigen Hinweise, die auf ein Verbrechen hinwiesen. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass das Auto des Opfers verschwunden war. Es könnte sein, dass der Täter nach dem Verbrechen mit dem schwarzen Mercedes SLK von Andrea K. flüchtete.

Mitarbeiter aus dem Unternehmen der Toten hatten am Dienstag die Polizei alarmiert, als ihre Chefin morgens nicht am Arbeitsplatz in der Firma an der Theaterstraße erschienen war. „Als wir gegen 12 Uhr vom Einkaufen zurückkamen, standen Feuerwehr, Rettungswagen, Notarzt und Polizei vor der Tür“, erzählt ein älteres Paar, die auch in dem Mehrfamilienhaus direkt am Hannover Congress Centrum wohnen. Die Rettungskräfte konnten jedoch nichts mehr für K. tun. „Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen“, sagte Polizeisprecher André Puiu.

Obwohl die Polizei zunächst keine offensichtlichen Hinweise auf ein Gewaltverbrechen an dem Leichnam der Frau entdeckte, wurde die Tote in die Rechtsmedizin gebracht, wo noch am Dienstagabend eine Obduktion durchgeführt wurde. Die Untersuchung ergab, dass die Frau gewaltsam ums Leben kam. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts aufgenommen. Am Mittwoch sicherten Beamte des kriminaltechnischen Dienstes in der Wohnung im ersten Obergeschoss des Hauses an der Mars-la-Tour-Straße Spuren und befragten andere Bewohner des erst vor zwei Jahren fertiggestellten Komplexes gegenüber der Stadthalle. „Die Hintergründe sind aber noch immer unklar“, sagt Puiu. Da die Arbeit am Tatort noch nicht abgeschlossen sei, könne derzeit auch noch keine Aussage darüber gemacht werden, ob außer dem Wagen noch weitere Gegenstände entwendet wurden. Mehr wollte die Polizei jedoch nicht zu den laufenden Ermittlungen sagen.

In der Nachbarschaft wusste man nur wenig über Andrea K. „Natürlich haben wir uns gegrüßt, wenn wir uns im Treppenhaus begegnet sind“, sagt das pensionierte Nachbarspaar. „Da K. aber früh zur Arbeit ging und meist erst spät wieder nach Hause gekommen ist, kam das nicht häufig vor.“ Auch Besuch habe K. nur selten bekommen. Die alleinstehende Frau stürzte sich offenbar in ihren Job bei der Zeitarbeitsvermittlung, die sie 2008 mit gründete.

Dort wollte man sich am Mittwoch nicht zu dem Tod der Chefin äußern. Auf der Internetseite des Unternehmens beschreibt ein Kollege sie aber als eine freundliche und fürsorgliche Person. „Geschäftlich wie auch privat hat Andrea immer ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter, Freunde und Kollegen“, heißt es dort. Zudem war K. ein leidenschaftlicher Fan von Hannover 96. Auch am Sonnabend wollte sie offenbar ins Stadion und die „Roten“ im Abstiegskampf bei deren Heimspiel gegen den SV Werder Bremen unterstützen.

Die Polizei hat eine 49 Jahre alte Frau tot im Mai 2015 in ihrer Wohnung an der Mars-La-Tour-Straße im Zooviertel entdeckt. Eine Obduktion ergab, dass die Frau umgebracht wurde. 

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Verbleib des Autos des Opfers geben können, sich beim Kriminaldauerdienst zu melden. Es handelt sich um einen 14 Monate alten schwarzen Daimler Benz SLK 350 BE mit dem Kennzeichen H-CJ 323. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 entgegen. 

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