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Aus der Stadt Frauen als Opfer: Bluttaten auch in Burgwedel und Sehnde
Hannover Aus der Stadt Frauen als Opfer: Bluttaten auch in Burgwedel und Sehnde
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00:18 22.06.2018
Ende Mai entdeckt ein Radfahrer im Sehnder Ortsteil Höver eine Frauenleiche. Wieso die 32-Jährige sterben musste, ist immer noch unklar. Quelle: Clemens Heidrich
Burgwedel/Sehnde

Eine lebensgefährlich verletzte Frau in Burgwedel, eine weibliche Leiche im Sehnder Ortsteil Höver. Binnen zweieinhalb Monaten registrierte die Polizei zwei schwere Attacken im Norden und Osten der Region. Während der schwere Angriff aus Burgwedel unmittelbar vor der Anklage steht, suchen die Ermittler im Sehnder Fall weiterhin nach dem Täter. Konkrete Spuren gibt es auch nach fast drei Wochen nicht.

Vivien K. wurde am 24. März in Burgwedel von einem 17-jährigen Flüchtling niedergestochen. Die 24-Jährige war zuvor mit ihrem Lebenspartner in einem Edeka-Markt mit zwei 13 und 14 Jahre alten Syrern in Streit geraten. Als K. und ihr Freund den Supermarkt verließen, hatten die Jugendlichen Verstärkung geholt und warteten mit ihrem 17-jährigen Verwandten auf das Paar. Beim erneuten Streit stach der junge Mann einmal auf K. ein. Die 24-Jährige brach zusammen und lag tagelang im künstlichen Koma.

Der Palästinenser kam 2013 als Kontingentflüchtling aus Syrien nach Deutschland, seit der Tat befindet er sich in Untersuchungshaft. Zuletzt wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben, das die Schuldfähigkeit des 17-Jährigen klären sollte. Laut Staatsanwaltschaft Hannover klärt sich kommende Woche, wie es juristisch weitergehen soll. Derzeit wird dem Verdächtigen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, weil er nur einmal zustach und dann von der Tötungsabsicht absah.

Noch gänzlich offen ist dagegen der Mordfall aus Höver. Dort hatte am 27. Mai ein Radfahrer eine Frauenleiche neben einem Wirtschaftsweg entdeckt. Der Fundort befindet sich in der Verlängerung der Straße Gretlade in unmittelbarer Nähe zur B 65 und A 7. Die Obduktion ergab, dass die zweifache Mutter aus Bockenem (Kreis Hildesheim) gewaltsam ums Leben kam und vermutlich bereits seit mehreren Tagen im Gebüsch lag. Die 32-Jährige wurde seit dem 17. Mai vermisst. Die Polizei gründete eine Mordkommission und startete eine Plakataktion. Doch entscheidende Hinweise gingen bislang nicht ein. Zeugen werden daher weiterhin gebeten, sich unter Telefon (05121) 93 91 15 zu melden.

Von Peer Hellerling

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