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Aus der Stadt Für 2017 werden weniger Flüchtlinge erwartet
Hannover Aus der Stadt Für 2017 werden weniger Flüchtlinge erwartet
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13:15 23.12.2016
Quelle: Zgoll/Archiv
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Hannover

In der Stadt Hannover entspricht das 1800 Personen, die bis zum Ende ihres Asylverfahrens untergebracht werden müssen. Im Umland Hannovers müssen die Städte und Gemeinden in der Lage sein, weitere 2000 Menschen unterzubringen.

Für die Verwaltungen in Stadt und Region sind die Zahlen nicht überraschend. „Wir sind nicht davon ausgegangen, dass keiner mehr kommt“, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Man arbeite weiter daran, Notunterkünfte zu räumen, aber genügend Kapazitäten bereitzuhalten. Für dieses Jahr hatte die Stadt mit 7000 Flüchtlingen gerechnet. Derzeit leben nur etwa 3500 Asylsuchende in städtischen Unterkünften.

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Auch in der Region decken sich die Prognosen des Landes in etwa mit den eigenen Erwartungen. „Die Zuteilungsquote für 2017 wird wohl etwas höher ausfallen als die Schätzung“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. 5000 Menschen sollten im Umland unterkommen, hieß es für 2016, doch die Quote wurde um 650 Personen unterschritten. Diese Zahl könne auf die prognostizierten 2000 Flüchtlinge im kommenden Jahr aufgeschlagen werden, vermutet die Regionsverwaltung. „Wir gehen davon aus, dass die Kommunen das gut bewältigen können“, sagt Kreutz.

Schwierige Prognose

In dem Schreiben, das an alle Kommunen gegangen ist, betont das Ministerium, dass es sich bei den Zahlen um keine offizielle Prognose handelt - die wird jedes Jahr eigentlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erstellt. Für 2017 gibt es diese Vorhersage noch nicht. Um dennoch den Kommunen Planungssicherheit zu geben, werden ihnen die jetzt veröffentlichten Zahlen genannt.

Wie schwierig die Prognose ist, hat sich vor einem Jahr gezeigt: Für 2016 befürchtete Ministerpräsident Stephan Weil noch einen Zuzug von über 200 000 Menschen. Tatsächlich wurden es deutlich weniger: Bis zum 21. Dezember wurden in Niedersachsen 30 665 Asylsuchende neu erfasst.