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Aus der Stadt „Dafür bekommt man eine Doppelgarage“
Hannover Aus der Stadt „Dafür bekommt man eine Doppelgarage“
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00:19 16.03.2015
Von Mathias Klein
Am Clara-Zetkin-Weg soll die Statue aufgestellt werden.
Am Clara-Zetkin-Weg soll die Statue aufgestellt werden. Quelle: Montage
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Hannover

Die umstrittene Gandhi-Büste, die die Stadt Hannover von der Republik Indien geschenkt bekommt, ist rund einen Meter hoch. Sie ist aus Bronze angefertigt und wiegt nach einer Schätzung der Stadtverwaltung etwa 210 Kilogramm, berichtet Stadtsprecher Andreas Möser. Die Kosten von 30.000 Euro für den Sockel setzen sich nach Mösers Angaben aus einem Betrag für den Massivsockel aus Granit und den Kosten für das Bodenfundament, die Bodenplatte, die Inschrift und den Aufbau zusammen.

Der von der Stadtverwaltung eingeplante Betrag von 2000 Euro pro Jahr für die Pflege des Denkmals basiert auf der Erfahrung mit der Pflege anderer Büsten und Denkmäler. Mit dem Betrag befinde man sich auf der sicheren Seite. Es könne durchaus sein, dass die Pflege weniger Geld koste, meint Möser. Er verwies zudem darauf, dass eine Klasse der Internationalen Schule eine Patenschaft für das Denkmal, das an der Culemannstraße stehen soll, übernehmen werde. 

Für den Preis des Sockels bekomme man eine schöne Doppelgarage, sagt der Obermeister der Innung des Bauhandwerks in Hannover, Klaus-Gernot Richert. Bei den Preisen für den Bau eines Sockels gebe es jedoch eine große Bandbreite, meinte er. Bei einem schlichten Betonsockel mit frostsicherer Gründung gehe es bei einem Preis von rund 2500 Euro los.

Wie berichtet, hat der Stadtrat am Donnerstag dem Bau des Sockels zugestimmt. Die Büste soll am 12. April im Beisein des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi und Bundeskanzlerin Angela Merkel enthüllt werden. Indien ist Partnerland der Industriemesse. Die Idee für die Büste hatte ursprünglich die SPD im Stadtbezirksrat Mitte.

"Die Köpfe bleiben, die Zeiten ändern sich": Einen aktuellen Kommentar zum Thema finden Sie hier.

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