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Aus der Stadt Schädel stammt nicht von Karen Gaucke
Hannover Aus der Stadt Schädel stammt nicht von Karen Gaucke
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00:17 20.01.2017
Von Tobias Morchner
Der in der Eilenriede gefundene Schädel passt nach ersten Erkenntnissen zu keinem der ungelösten hannoverschen Kriminalfälle. Quelle: Elsner/Archiv
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Hannover

Die Knochen waren aufgrund der langen Liegezeit so stark ausgetrocknet, dass ein schneller DNA-Test nicht möglich gewesen ist. Allerdings wies der Schädel eine Zahnprothese auf. Damit ist zumindest ausgeschlossen, dass es sich bei der Toten um Karen Gaucke handeln könnte. Die bei ihrem Verschwinden im Sommer 2006 37-Jährige hatte keinen Zahnersatz. Die Polizei wollte diese Informationen nicht bestätigen. Es lägen noch nicht alle Ergebnisse der Untersuchungen vor, teilte die Behörde mit.

Wegen der Zahnprothese scheint es zudem unwahrscheinlich, dass der Fund vom Donnerstag im Zusammenhang mit zwei anderen Kriminalfällen steht. Die Biologin Inka Köntges, die im Sommer 2000 spurlos in der Eilenriede verschwand, war 29 Jahre alt. Monika P. die in der Silvesternacht des Jahres 2009 verschwand und deren zerstückelte Leiche Tage später, allerdings ohne Kopf und Hände, unter der Legionsbrücke in Linden-Süd entdeckt wurden, war erst 24.

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Nach dem Fund eines menschlichen Schädels in der Eilenriede hat die Polizei mit einem Leichspürhund nach weiteren Skelettteilen gesucht.

Für die Mordermittler geht das Rätselraten also weiter. Eine Suche nach weiteren möglichen Leichenteilen in der Nähe des Fundorts des Schädels kommt derzeit nicht in Betracht. Der Boden des Stadtwaldes ist so stark gefroren, dass weder eine Suche mit einer Hundertschaft noch mit Spürhunden möglich ist.