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Aus der Stadt Wintervarieté setzt mit „Plüfoli“ „La Folie“ fort
Hannover Aus der Stadt Wintervarieté setzt mit „Plüfoli“ „La Folie“ fort
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20:57 13.10.2014
Von Rüdiger Meise
Hauptsache, das Ergebnis stimmt: Amelie Vernisse singt mit Akkordeon vorm Bauch – in ein viel zu tief hängendes Mikrofon.
Hauptsache, das Ergebnis stimmt: Amelie Vernisse singt mit Akkordeon vorm Bauch – in ein viel zu tief hängendes Mikrofon. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Die Hannoveraner freuen sich offenbar schon jetzt auf das bunte Treiben des Regisseurs und Clowns Anthony Vernisse: Rund 5500 Karten sind bereits vorbestellt, mehr als je zuvor zu diesem Zeitpunkt. In der Orangerie präsentierten GOP-Kreativchef Werner Buss und Direktor Dennis Meyer jetzt einen Vorgeschmack auf die Show: Hinreißend, wie Charlotte Boiveau eine alte Frau mimt, die samt Krücke über das Drahtseil balancieren muss, um ihre verhedderte Strickwolle zu entwirren. Anrührend, wie die alte Frau dann immer mutiger wird, als sie spürt, dass der Balanceakt gelingt. Urkomisch, wie Amelie Vernisse mit einem Akkordeon vor dem Bauch versucht, in ein Mikrofon zu singen, das viel zu tief hängt. Am Ende findet sie eine Lösung jenseits aller Eleganz. Hauptsache, das Ergebnis stimmt.

„Eine Wahnsinnsshow“ schrieb die Münchener Abendzeitung über „Plüfoli“ - im GOP der bayerischen Landeshauptstadt war das Programm bereits zu sehen. Buss schwärmte in den höchsten Tönen von der Arbeit seines Regisseurs Anthony Vernisse: „Ich bin bekannt dafür, schwer zufriedenzustellen zu sein - aber Anthony dreht den Spieß um und hält alle auf Trab - inklusive mich.“ Seit der Erfolgsshow „La Folie“ 2007 habe sich Vernisse zu einem international gefragten Varietémacher entwickelt. „Wir haben großes Glück, dass er sein Herz ein bisschen ans GOP verloren hat“, sagt Buss.

2004 hatten Buss und Harald Böhlmann als Organisator des Kleinen Fests im Großen Garten gemeinsam mit Hannovers Marketing-Chef Hans Nolte die Idee zu einem Wintervarieté in der Orangerie entwickelt - ein Meilenstein. „Heute ist Hannover die Varieté- und Kleinkunst-Hauptstadt Deutschlands“, sagt Meyer.

Buss und Meyer hoben hervor, dass das Wintervarieté ohne Partner wie der Hotelgruppe Accor nicht möglich wäre. „48.096 Nächte verbrachten GOP-Künstler bislang weltweit in den Hotels des Unternehmens“, zählt Meyer auf. Offenbar hatten die GOP-Macher im Vorfeld der Show ihre Lust an der Statistik entdeckt. So erzählte Meyer gleich noch, dass die Künster des Wintervarietés in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 549 Kilo Haribo-Konfekt gegessen haben. „Für einige Kilo davon zeichne ich verantwortlich“, gesteht er.

Die erste „Plüfoli“-Show startet am 22. November in der Orangerie Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 3. Die Tickets kosten zwischen 20 und 45 Euro, ermäßigt 15 und 20 Euro. Karten gibt es beim GOP unter Telefon (05 11) 30 18 67 10 oder online unter

www.variete.de
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