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Aus der Stadt GOP-Varieté feiert Jubiläum mit 500 Gästen
Hannover Aus der Stadt GOP-Varieté feiert Jubiläum mit 500 Gästen
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22:04 30.11.2012
Von Sonja Fröhlich
Fröhliche Gesellschaft: Grischa Niermann, Werner Buss und Max Tidof (v. l.).
Fröhliche Gesellschaft: Grischa Niermann, Werner Buss und Max Tidof (v. l.). Quelle: Behrens
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Hannover

„Unsere Familie war schon immer sehr experimentierfreudig“, sagt Hubertus Grote. Zum Glück gab es neben einer großen Portion Mut auch Branchenprofi Werner Buss, der das neu eröffnete Theater als Direktor zu ersten Erfolgen führte.

So war es der Betreiberfamilie gestern nicht zu verdenken, dass sie das 20. Jubiläum ihres ersten GOP-Theaters groß feierte. Gut 500 Gäste empfingen die Grotes gestern in der Orangerie Herrenhausen, darunter Hannover-96-Torwartlegende Jörg Sievers und Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe , Musiker Jens Eckhoff (Wir sind Helden), Ex-Tennisprofi Nicolas Kiefer, Pop-Art-Künstler Della, Schauspieler Max Tidof, INI-Chef Professor Majid Samii und Radprofi Grischa Niermann . Auch Uni-Präsident Erich Barke , Landesbischof Ralf Meister , Kommunalpolitiker wie Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff sowie Firmenchefs kamen, um zu gratulieren. Für sie hatten Theaterdirektor Dennis Meyer und sein Vorgänger Buss, der heute die GOP-Künstleragentur leitet, ein glänzendes Programm auf die Beine gestellt.

So standen das Akrobaten-Duo Manduca und der Tassen-Jongleur Dieter Tasso auf der Bühne - Künstler, die einzigartige und weltweite Artistenkarrieren hinter sich haben und GOP-Fans hinreichend bekannt sein dürften. Das Theater nahm die Feier gestern zum Anlass, die Künstler für ihr Lebenswerk auszuzeichnen; dazu gehörte auch Jongleur Bob Bramson , der im GOP Hannover 1999 mit einer „sagenhaften Abschiedsvorstellung“ seine Karriere beendete. Seine allerersten Bühnenerfahrungen machte Kabarettist Eckart von Hirschhausen im hannoverschen Georgspalast. „Ich verdanke dem GOP sehr viel, denn meine ersten Auftritte dort waren für mich stilbildend“, sagte er. Hirschhausen freute sich auch über eine Spende von 20000 Euro für seine Stiftung „Humor hilft Heilen“ - dafür hatten die GOP-Theater in der Vergangenheit rund 4000 rote Nasen an ihre Gäste verkauft.

Bevor es Auszüge aus dem aktuellen Wintervarieté-Programm „Dummy“ zu sehen gab, traten mit Amélie und Anthony Venisse aus Frankreich zwei besondere Humortalente auf, auch Entertainer Desimo , der mit seinem „Spezialclub“ in diesem Jahr selbst 10. Geburtstag feiert, fehlte nicht. Die geschäftstüchtige Betreiberfamilie wirkt indes lieber hinter der Bühne. Mittlerweile ist ihre GOP-Gruppe mit fünf Varieté-Theatern und 700000 Besuchern im Jahr Marktführer in dem Segment. Ein sechstes Haus soll im Herbst 2013 in Bremen öffnen. „Wir wollen aber nicht als Filialisten wahrgenommen werden, sondern als Teil der Lokalkultur“, sagt Hubertus Grote. Das gelte besonders für den hannoverschen Georgspalast - „der kreativen Keimzelle“.

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