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Aus der Stadt GVH-Fahrpreise sollen wieder teurer werden
Hannover Aus der Stadt GVH-Fahrpreise sollen wieder teurer werden
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00:16 25.07.2014
Von Bernd Haase
Die Tickets für Kurzstrecken und für Kinder werden nicht teurer. Auch die Sozial- und Sammelfahrscheine bleiben unangetastet.
Die Tickets für Kurzstrecken und für Kinder werden nicht teurer. Auch die Sozial- und Sammelfahrscheine bleiben unangetastet. Quelle: Geoffrey May
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Allerdings gibt es gegenüber den Plänen von Regionsverwaltung und Großraum Verkehr Hannover (GVH) Änderungen. Außer dem Kurzstrecken- und dem Kinderticket bleiben auch die Preise für die Sozial- und die Sammelfahrscheine unangetastet.

Der Beschluss, dem der Regionsausschuss noch zustimmen muss, hat zur Folge, dass Einzelfahrscheine vom 1. Januar an je nach Zone 10 oder 20 Cent mehr kosten. Tagestickets werden um 20 oder 30 Cent teurer, Monatskarten um bis zu 3,70 Euro. Die Verkehrsunternehmen begründen die Tariferhöhungen mit gestiegenen Personal- und Energiekosten sowie mit dem Ansinnen, die Kunden möglichst umfänglich an den Kosten für den öffentlich subventionierten Nahverkehr zu beteiligen. Mit diesen Argumenten werden die Tarife für Busse und Bahnen in der Region Hannover seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich angehoben.

Vertraut ist auch die politische Debatte. „Die Preisanhebungen sind moderat. Wir haben auch das Angebot erhöht, das gibt es nicht umsonst“, sagt Karl-Heinz Mönkeberg, verkehrspolitischer Sprecher der SPD. Bedürftige würden nicht stärker belastet, die Attraktivität von Sammelfahrscheinen werde verbessert. Die CDU lehnt die Preiserhöhungen ab. „Wir bewegen uns an einer Grenze, die das Ziel gefährdet, Busse und Bahnen gut auszulasten“, sagte Eberhard Wicke (CDU). Die Christdemokraten plädieren für Kosteneinsparungen, was unter anderem bedeuten würde, dass Bahnen und Busse seltener fahren. Michael Fleischmann (Linke) sagt, der Nahverkehr würde mittlerweile auch für Menschen mit mittleren Einkommen unerschwinglich. SPD und Grüne wiederum verweisen wie die Verwaltung auf die wachsenden Fahrgastzahlen beim GVH.

SPD und Grüne wollen von der Verwaltung bis Anfang kommenden Jahres ein Konzept haben, wie man den Nahverkehr für Neukunden attraktiver machen kann. Einige Ideen haben sie schon aufgeschrieben. Denkbar seien eine Ferienkarte, eine Karte für die Weihnachtszeit sowie eine Umsteigekarte. Die könnten Autofahrer erwerben, die für einen gewissen Zeitraum ihren Führerschein gegen eine Fahrkarte eintauschen. Senioren dürfen dagegen, anders als geplant, vorerst keine Fahrgäste mit ihren Monatskarten mitnehmen. Das Land hat Bedenken gegen diese Regelung.

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