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Aus der Stadt "Crafts Collection" zeigt modernes Kunsthandwerk
Hannover Aus der Stadt "Crafts Collection" zeigt modernes Kunsthandwerk
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17:53 17.11.2017
Strenge Auswahl: 24 Exponate aus 19 Werkstätten sind in der Schau versammelt. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Leuchten, die Christoph Balsiger, Jens Greiner und Rüdiger Tamm gemeinsam entwickelten und gestalteten, vereinen die Flexibilität einer Leuchtstoffröhre mit der Ästhetik eines Lampenobjekts. Im Exponat „lean on/lay on/hang up“ steckt innovative LED-Technik in schlanken Massivholzkörpern aus Eiche, Nussbaum oder Kirsche, deren Länge nach Kundenwünschen angepasst werden kann.

Zu sehen ist es jetzt in der „Crafts Collection Niedersachsen 2017“ in der Galerie Handwerksform der Handwerkskammer. Die ist Teil der Ausstellung „Christmas Edition“, mit der Direktorin Sabine Wilp traditionell ihr Ausstellungsjahr beschließt. „Wir wollen darin zeigen, was im gestaltenden Handwerk möglich ist“, sagt sie. Die ungewöhnlichen Leuchten stehen dabei exemplarisch für das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kunden.

Die Galerie Handwerksform der Handwerkskammer zeigt die "Christmas Edition" und die "Crafts Collection".

Nach 2014 zeigt die Galerie Handwerksform die „Crafts Collection“ bereits zum zweiten Mal als Sonderschau für außergewöhnliches und richtungsweisende Kunsthandwerk aus Niedersachsen - mit 24 Exponaten aus 19 Werkstätten. Eine Fachjury wählte sie aus etwa 80 Bewerbungen aus.

„Wir zeigen nur Arbeiten von professionell arbeitenden Designern und Kunsthandwerkern“, erläutert Wilp. Nicht alle Objekte müssen benutzbar sein, sagt sie: „Uns ist vielmehr der Hintergrund der Gestalter wichtig.“ Sie begreife die Galerie als Forum für Auseinandersetzugen, dazu gehöre auch Irritation und Unerwartetes.

„Die Galerie Handwerksform ist bundesweit bekannt“, sagt Kurator Peter Stoschus. Es gebe vergleichbare Schauräume der Handwerkskammern sonst nur in München, Kassel und Düsseldorf, betont er. Eine wichtige Aufgabe sieht Stoschus in der Nachwuchsförderung. Dafür stehen in der Ausstellung auch einige junge hannoversche Designer, die eindrucksvoll mit neuen Techniken und Materialien experimentieren.

Neugierde sei willkommen und erwünscht, sagt Wilp. Neben dem Personal informiert ein Katalog über die Objekte. Und: „Anders als in Museen darf man bei uns die meisten Dinge anfassen.“

Drei Tipps

Schlauchkorsett von Kerstin Klockow: „Schlauch um den Bauch“ nennt die junge Designerin Kerstin Klockow aus Linden-Mitte ihr Korsett aus einem Stück Feuerwehrschlauch. Sie fertigt ungewöhnliche Kleidungsstücke für Kunden aus gebrauchten Materialien individuell und nach Maß an. Mehr auf www.piratebusiness.com.

Damaszenerstahl trifft auf Polymerlack: Das Messer „Green Damascus II“ des Metallgestalters David Kaiser aus Vahrenwald-List vereint die alte Kunst des Damaszenerstahlschmiedens mit neuesten Forschungen der Fraunhofer-Gesellschaft zum Auftragen von farbigem Polymerlack. Mehr auf www.coloureddamascussteel.com.

Glas und Gold von Bernhard Simon: Bernhard Simon aus Hildesheim studierte erst Kunstwissenschaft, dann Metallgestaltung. Nun hat er Glas als Kombinationsmaterial für seine Goldringe entdeckt. 2016 erhielt er den Niedersächsischen Förderpreis für das gestaltende Handwerk. Mehr auf www.bernhardsimon.de.

Die Ausstellungen „Christmas Edition“ und „Crafts Collection“ sind dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr und sonnabends von 11 bis 14 Uhr zu sehen. Am 2. und 3. sowie am 9. und 10. Dezember gibt es von 11 bis 18 Uhr einen Markt mit 40 Kunsthandwerkern.

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