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Aus der Stadt Neue Millioneninvestition im Expo-Park
Hannover Aus der Stadt Neue Millioneninvestition im Expo-Park
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07:20 05.08.2013
Von Conrad von Meding
Oben eine holzverkleidete Ausstellungs­fläche, unten Platz für Partnerfirmen: So soll der Neubau neben den Gärten im Wandel aussehen. Quelle: Büro Kleine+AAS
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Er ist sich sicher, dass sie sich auszahlt. „Der Expo-Park ist ein erstklassige Adresse“, schwärmt er. Er will dort ein zweigeschossiges Ausstellungsgebäude, voraussichtlich mit Dachrestaurant, errichten. Das Grundstück ist für ihn reserviert, die Detailgespräche mit der Stadt laufen.
Das Areal, auf dem während der Weltausstellung die Nationenpavillons standen, hatte es zunächst wegen strikter Auflagen nicht leicht: Dort sollten sich nur Hightechfirmen ansiedeln, doch insbesondere in den betreffenden Branchen herrschte bald nach der Jahrtausendwende Flaute.

Nachdem zunächst Ausnahmeregelungen für BMW und Ikea, später auch für Ferrari und Jaguar gemacht wurden, haben die Kommunalpolitiker jetzt eine vorsichtige Anpassung der Regeln an die Realität beschlossen. Hochklassiger Handel und Gewerbe sollen erlaubt sein, sie müssen aber besondere Architektur bieten und dürfen den Innenstadthandel von Hannover und Laatzen nicht gefährden.

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Der Heizungsspezialist Viessmann hat den Bau seines neuen Schau- und Schulungszentrums fast fertig. Designmöbelhändler Klingenberg plant mit Partnerfirmen einen Neubau nahe am eigenen Standort. Weiterhin ist für den Ulmer Gartenmarkt Kölle ein großes Gelände reserviert, der Familienbetrieb will Tausende Quadratmeter Schaugärten anlegen, wo früher die Pavillons von Monaco, Kroatien und Rumänien standen.

Jetzt sind auch die Pläne des Hemmingers Ludwig gereift. Das Unternehmen bedient das Segment der gehobenen Mittelschicht, die Kunden kommen aus einem weiten Umfeld von Braunschweig bis Göttingen. „Wo Hemmingen liegt, müssen wir auf Messen immer umständlich erklären – den Begriff Expo-Park kennt dagegen jeder“, sagt Firmenchef Ludwig. Auch die gute Erreichbarkeit über alle Autobahnen spreche für den Expo-Park.

Schon jetzt hat Ludwig drei Standorte bei Hannover, Hamburg und Bremen. „Das Grundstück in Hemmingen wollen wir nicht aufgeben, dort bleiben Verwaltung, Lager und vielleicht Lagerverkauf“, sagt der 43-Jährige. In der Nachbarschaft von Ikea aber will er nach Plänen des hannoverschen Architekten Christian Kleine einen markanten Neubau errichten, dessen Obergeschoss größer ist als das Erdgeschoss. Mit der horizontalen Holzverkleidung der oberen Etage schafft der Architekt eine Erinnerung an den Schweizer Pavillon. Das neue Gebäude des Gartenmöbelexperten dürfte selbst wie ein Möbelstück wirken: Zur Straße Sydney Garden wird es mit den Gärten im Wandel verknüpft und fügt sich so in die Parkanlage ein.

Ludwig zieht mit 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ins Obergeschoss des Neubaus, im Untergeschoss sollen zwei Partnerfirmen, möglicherweise für Wintergartenbau und Whirlpools, einziehen. Der Clou könnte auf dem Dach entstehen. Die Pläne sehen einen Restaurantbetrieb mit großer Terrasse vor. „Der Blick reicht von dort aus bis in den Harz“, schwärmt Architekt Kleine.

Weil der Bebauungsplan für das Gelände noch geändert werden muss, ist unklar, wann alle Genehmigungen vorliegen. Ludwig hofft auf einen Einzug Anfang des Jahres 2015, weiß aber, dass das bei derartigen Projekten ambitioniert ist.

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