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Aus der Stadt Gedenken an das Kriegsende in der Ruine
Hannover Aus der Stadt Gedenken an das Kriegsende in der Ruine
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00:25 11.05.2015
Treten für Frieden ein: Stefan Schostok (l.) und Ralf Meister in der St.-Aegidien-Kirche. Quelle: Rainer Droese
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Der Zweite Weltkrieg habe gezeigt, zu welch unvorstellbaren Dingen Menschen fähig seien, sagt Landesbischof Ralf Meister. „Die Kriege leben weiter“, betonte der Landesbischof in seiner Ansprache. Sie zeigten sich zum Beispiel in Albträumen oder in Lücken, die sie in Familien gerissen haben.

Der 8. Mai 1945 sei ein Wendepunkt in der Geschichte gewesen, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. Seit 70 Jahren herrsche nun Frieden. Außerdem sei es gelungen, zu den Ländern, die Deutschland mit Krieg überzogen habe, gute und vorurteilsfreie Beziehungen aufzubauen. Als Beispiele dafür nannte der Oberbürgermeister die Städtepartnerschaften mit Frankreich und England.

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Zum Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren gab es am Freitag in der Ruine der St.-Aegidien-Kirche eine Andacht. Rund 50 Hannoveraner nahmen daran teil. 

Zum 8. Mai 1945 gehöre auch die Bewältigung einer gewaltigen Zuwanderungswelle, sagte Schostok. Zehn Jahre nach Kriegsende sei jeder vierte Hannoveraner ein Flüchtling oder ein Zuwanderer gewesen, betonte er. Die Integration sei gelungen. „Vielleicht ist das ein gutes Beispiel für unsere heutige Willkommenskultur.“

mak

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Ein historisches Datum: Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs, zumindest in Europa. In Hannover herrschte an diesem Tag bereits Frieden, wie der Schriftsteller Ernst Jünger in Kirchhorst in seinem Tagebuch festhielt.

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