Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Generalsanierung“ für S-Bahn-Station Nordstadt
Hannover Aus der Stadt „Generalsanierung“ für S-Bahn-Station Nordstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:43 31.08.2011
Treppe schruppen und Geländer wienern: Die Bahn kümmert sich jetzt um ihre Station Nordstadt. Quelle: Thomas
Hannover

Es war eine ungewöhnliche Aktion, zu der sich 36 Mitarbeiter der Deutschen Bahn aus Hannover versammelt haben. „Normalerweise sitzen fast alle von uns den ganzen Tag im Büro“, berichtete Manuela Herbort. Am Dienstagwaren die Innendienstler zur S-Bahn-Station Hannover Nordstadt ausgerückt. Manuela Herbort selbst, Vorsitzende der Regionalleitung der Region Nord der DB Regio war am Vormittag vor allem mit dem Hochdruckreiniger unterwegs und hat sich um die Böden gekümmert. Nach stundenlanger Arbeit hat sie schließlich aus dem graublauen wieder hellblauen Beton gemacht.

Die Bahn-Mitarbeiter, alle hatten sich freiwillig gemeldet, „Die Idee hatte ein Mitarbeiter der S-Bahn“, berichtete Herbort. Diesen hatte der viele Dreck und den Vandalismus an der Station gestört und sich an seine Chefs mit dem Vorschlag zu dieser Aktion gewandt. „Wir machen hier heute eine Generalsanierung“, meinte Herbort.

Also wurden in dem Bahnhof unter anderem hunderte festgetretene Kaugummis abgekratzt, die Entwässerungsgräben auf dem Bahnsteig gesäubert und durchgespült und das Treppengeländer auf Hochglanz gebracht. Größte Mühe gaben sich die Mitarbeiter mit den tausenden blauen Glasbaustein, alle wurde geputzt und von Graffitis beseitigt., so gut es ging. Der Sichtbeton erhielt wieder den ursprünglichen hellblauen Anstrich, die Bahnhofsmitarbeiter tauschten die nicht mehr reparierbare Uhr aus und hängten neue Schilder auf.

Das dieser schöne Bahnhof erst jetzt, 14 Jahre nach der Inbetriebnahme auf Vordermann gebracht werde, sei nicht sehr glücklich, gab der Leiter des Regionalbereichs Nord, Friedemann Keßler, zu. „Aber das ist wie zuhause, da scheut man sich auch immer davor, den Keller auszuräumen“, sagte er. Die Aktion diene aber nicht nur einem schöneren Bahnhof sondern solle auch ein Hinweis für die Mitarbeiter sein. „Wir wollen, dass die Mitarbeiter die Impulse für Kreativität und Qualität aufnehmen“, meinte er.

Bedauerlich sei, dass der Bahnhof unter Vandalismus leide. Beispielsweise könnten zerstörte Glasbaustein nicht ausgewechselt werden. „Da müssten sie die ganze Wand abreißen“, sagte Keßler.
Seit Dienstag hängt am Eingang das Hinweisschild auf die Patenschaft, die ab sofort das Team der S-Bahn für die Station übernommen hat. „Alle paar Minuten kommt hier ein Triebfahrzeugführer vorbei, wenn es hier etwas zu bemängeln gibt, bekommen wir eine schnelle Rückmeldung“, sagte der Chef des Bahnhofsmanagement, Jörn Tunat.

Die Patenschaft könnte durchaus ein Vorbild für andere Stationen sein, hieß es. Vorstellbar sei, dass auch Freiwillige oder Unternehmen eine Bahnhofspatenschaft übernehmen könnten.

Die Nordstädter Bezirksbürgermeisterin Edeltraud-Inge Geschke meinte, dass die Aktion dringend nötig gewesen sei, zumal der Bahnhof Nordstadt auch eine besonders schöne Station sei. „Das hätte man ruhig schon früher einmal machen können“, sagte sie. Geschke äußerte die Hoffnung, dass die Übernahme der Patenschaft auch zu einer wirklichen Verpflichtung werde, die Anlage in Ordnung zu halten. Bei der Säuberungs- und Sanierungsaktion war der SPD-Politikerin noch eine Besonderheit aufgefallen: „Es ist schön, auch mal Männern beim Putzen zuzusehen.“ Denn die männlichen Bahnmitarbeiter waren deutlich in der Überzahl.

Mathias Klein

Aus der Stadt Bürgervorschläge erwünscht - Wird die Lister Meile länger?

Diese Straße ist wohl fast jeder schon einmal entlanggefahren – obwohl sie doch formal nur eine Anliegerstraße ist. Das rot gepflasterte Wegestück westlich vom Weißekreuzplatz soll nach dem Willen des Bezirksrats einer Neukonzeption unterzogen werden – und die Bürger sollen von Anfang an mitreden können.

30.08.2011

Der Wachwechsel: Die Stadt Hannover will in der Nordstadt eine neue Hauptfeuerwache bauen – die historische Feuerwehr in der Calenberger Neustadt ist damit Geschichte.

Vivien-Marie Drews 30.08.2011

Es kommt nicht häufig vor, dass Oberbürgermeister Stephan Weil und sein Stellvertreter an der Spitze der Verwaltung, Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff, in der Stadt gemeinsam auftreten. Am Montag war das der Fall, die beiden besuchten das Unternehmen Netrada, das an seinem neuen Standort im Stadtteil Brink-Hafen nach Angaben von Geschäftsführer Bernd Humke 200 neue Arbeitsplätze geschaffen hat.

Mathias Klein 30.08.2011