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Aus der Stadt Gericht lehnt Prozess gegen Lehrerin ab
Hannover Aus der Stadt Gericht lehnt Prozess gegen Lehrerin ab
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13:21 18.01.2014
Eine Pädagogin der Sophie-Scholl-Gesamtschule hatte im September 2012 einen Realschüler aus Springe-Völksen unter den Augen seiner Mitschüler an einer Leine geführt.
Eine Pädagogin der Sophie-Scholl-Gesamtschule hatte im September 2012 einen Realschüler aus Springe-Völksen unter den Augen seiner Mitschüler an einer Leine geführt. Quelle: HAZ (Symbolbild)
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Hannover

Das Gericht behauptet, der Junge hätte sich jederzeit selbst des Strickes entledigen können.

Die 53-jährige Pädagogin der Sophie-Scholl-Gesamtschule hatte im September 2012 bei einem Klassenausflug in ein Natur-Erlebniszentrum bei Duderstadt einen Realschüler aus Springe-Völksen unter den Augen seiner Mitschüler etwa 500 Meter weit an einer Leine über das Gelände geführt. Der Achtklässler soll sich zuvor mehrmals den Anweisungen seiner Lehrerin widersetzt haben. Später sollen weitere Vorwürfe gegen die Lehrerin bekannt geworden sein.

Den von der Staatsanwaltschaft Göttingen im November erhobenen Anklagevorwurf der Freiheitsberaubung und Nötigung hält das Amtsgericht Duderstadt nicht für gerechtfertigt. Der Schüler sei nicht gewaltsam gezogen worden. Er habe sich nur nicht befreit, weil er befürchtet habe, sonst nach Hause geschickt zu werden. Nach dem Ausflug hatten andere Kinder ihren Eltern von dem Vorfall erzählt. Die Eltern schalteten daraufhin die Schulleitung ein.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben eines Sprechers bereits Beschwerde gegen die Entscheidung des Am tsgerichts Duderstadt eingelegt. Jetzt muss das Landgericht Göttingen entscheiden, ob gegen die Lehrerin doch noch wegen Freiheitsberaubung und Nötigung ein Hauptverfahren eröffnet wird. Auf Freiheitsberaubung stehen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Von Mathias Klein

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