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Aus der Stadt Gericht soll Steintorbebauung stoppen
Hannover Aus der Stadt Gericht soll Steintorbebauung stoppen
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00:16 07.01.2016
Von Conrad von Meding
Die ungefähre Skizze macht es deutlich: Die Torhäuser verengen den weiten Platz zu einem schmalen Durchgang.
Die ungefähre Skizze macht es deutlich: Die Torhäuser verengen den weiten Platz zu einem schmalen Durchgang. Quelle: Archivfoto: Wilde, Montage: Winternheimer/Llorens
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Seit Montag liegen die Pläne zur Bebauung des Steintorplatzes öffentlich aus, die Stadt hat die Bürgerbeteiligung gestartet. Die Initiative Pro D-Tunnel, die den unterirdischen Stadtbahnausbau in der City fordert, geht dagegen vor. Einer am Sonntag verschickten Mitteilung zufolge ist bei Gericht Antrag auf einstweilige Anordnung eingereicht und ins Rathaus eine Dienstaufsichtsbeschwerde verschickt worden.

Grund der Kritik: Wenn Wohn- und Geschäftshäuser auf den Platz gebaut werden, dann machen es deren Tiefgeschosse unmöglich, die letzte Innenstadt-Stadtbahntrasse in einem Tunnel zu führen. Zwar haben Stadt- und Regionsparlament für diese Lösung votiert und die Tunnelpläne damit praktisch begraben. Jens Pielawa von der D-Tunnel-Initiative bemängelt aber, dass das für den oberirdischen Streckenausbau notwendige Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, zudem sei der Flächennutzungsplan nicht geändert worden. Auch fehle die Zustimmung von Bund und Land zur „Vernichtung von Fördergeld“: In den Siebzigerjahren war die Tunnelvorbereitung mit umgerechnet 14 Millionen Euro Fördergeld bezuschusst worden. Stadtbaurat Uwe Bodemann hatte im jüngsten Bauausschuss bereits ausgeführt, dass es nach 40 Jahren möglich sein müsse, Verkehrspolitik neu zu überdenken. Fördergeld müsse nicht zurückgezahlt werden, und der Planfeststellungsbeschluss stehe kurz bevor.

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