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Aus der Stadt Geringes Zubrot für die meisten Kita-Beschäftigten
Hannover Aus der Stadt Geringes Zubrot für die meisten Kita-Beschäftigten
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23:35 27.07.2009
Der monatelange Tarifstreit für Erzieher und Sozialpädagogen im kommunalen Dienst ist beendet. Quelle: Thomas Lohnes/ddp

Sie können nach einer Schätzung des ehrenamtlichen ver.di-Landesvorsitzenden Jürgen Hohmann künftig mit rund 150 Euro monatlich mehr Lohn rechnen. Deutlich geringer fällt die Marge für langjährige Mitarbeiterinnen aus, die laut Hohman vom 1. November an „zwischen 30 und 50 Euro“ mehr erhalten. Wegen des komplexen Abschlusses ist noch unklar, was der Tarifkompromiss die Stadt Hannover kostet. Personalchef Harald Härke kalkulierte zusätzliche Ausgaben von „rund einer halben Million Euro im Jahr“.

Der gestern in Frankfurt ausgehandelte Kontrakt soll laut Hohmann Nachteile für diejenigen der rund 500 Beschäftigten ausgleichen, die nach 2005 eingestellt worden sind. Damals erfuhr der Tarifvertrag eine grundlegende Änderung mit weitgehenden Besitzstandswahrungen für langjährig Beschäftigte - zu Lasten junger Angestellter. Dies habe man nun ausgleichen wollen, sagte der Gewerkschafter. Er verwies zudem darauf, dass auch Sozialarbeiter vom neuen Vertragswerk profitierten. „Es ist nicht unser Wunschergebnis, aber um mehr zu erreichen, hätten die Streiks massiv ausgeweitet werden müssen“, sagte Hohmann. Dies Wagnis aber wollte ver.di offenbar nicht eingehen, mussten Eltern doch über lange Zeit hinweg mit geschlossenen Tagesstätten leben.

Am Freitag wird das Ergebnis in Mitarbeiterversammlungen vorgestellt. Hohmann empfiehlt, dem vereinbarten Tarifvertrag zuzustimmen, wenngleich für einen Großteil der Kitamitarbeiterinnen kein großer Gehaltssprung herausgekommen ist. Der ver.di-Mann schätzte die Beschäftigten als „sehr realistisch“ ein. Es werde Kritik geben, aber die Mitarbeiterinnen würden erkennen, „dass wir in Hannover nicht alles alleine entscheiden können“. Die Stadt zahlt dem Gros der Erzieherinnen, je nach Qualifikation, bislang zwischen 1926 und 2493 Euro monatlich. Die von ver.di als Erfolg herausgestellte Einrichtung von paritätisch besetzten Gesundheitskommissionen kritisierte Harald Härke für den Arbeitgeber Stadt als „Verfahren, das nur zur Bürokratisierung beiträgt“. Es gebe in Hannover schon Begehungen von Kitas mit allen Beteiligten.

Unter den Eltern war die Erleichterung über das Ende des Streiks gestern groß. „Wir haben sehr auf eine Einigung gehofft“, sagte Saskia Söder, Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der städtischen Kitas. Insgesamt waren allein in Hannover mehr als 3000 Kinder in 38 Kitas und ihre Familien von dem Arbeitskampf betroffen. „Unser ganzer Alltag wurde aus den Angeln gehoben. Manche Streiktage wurden auch recht kurzfristig angekündigt.“

Saskia Söder hofft, dass die erzielten Verbesserungen den Beruf für Schulabgänger etwas attraktiver machen. Durch den Krippenausbau bis 2013 werden deutlich mehr Erzieher als bisher benötigt.

von Gunnar Menkens und Bärbel Hilbig

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