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Aus der Stadt Geschäfte bleiben Heiligabend in Hannover zu
Hannover Aus der Stadt Geschäfte bleiben Heiligabend in Hannover zu
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19:30 07.11.2017
Von Mathias Klein
Die Weihnachtseinkäufe müssen in diesem Jahr bis zum 23. Dezember erledigt sein. Quelle: dpa
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Hannover

Heiligabend ist in Deutschland kein offizieller Feiertag. Üblicherweise nutzen viele Menschen daher noch den Vormittag, um letzte Geschenke einzukaufen. In diesem Jahr wird daraus nichts, denn Heiligabend fällt auf den vierten Adventssonntag. Zwar dürfen Tankstellen Apotheken und Geschäfte auf Bahnhöfen und Flughäfen ganztägig öffnen, Warenhäuser und große Supermärkte allerdings nicht, teilte Sozialministerin Cornelia Rundt mit.

Ausnahmen gibt es nach Angaben des Ministeriums für kleinere Lebensmittelgeschäfte, Bäcker und Hofläden: Diese dürfen für ein paar Stunden öffnen. Die großen Discounter wie Lidl, Aldi und Penny haben schon mitgeteilt, dass sie nicht öffnen werden. Auch unter hannoverschen Geschäftsleuten ist die Neigung, Heiligabend Kunden anzulocken, nicht sehr groß. Das Unternehmen Beki etwa, das in Hannover drei Märkte betreibt, will nicht öffnen. Auch Bäckermeister Klaus Borchers stellt klar: „Meine Mitarbeiter freuen sich, wenn sie nach einem anstrengendem Weihnachtsgeschäft auch mal Ruhe haben.“

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Die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Monika Dürrer, sagt, jeder Kaufmann müsse überlegen, ob sich die Öffnung lohne und er die Ware auch loswerde. „Spannend wird sein, wie groß der Kundenandrang am Bahnhof ist“, meint sie. Denn dort dürfen alle Läden auch Heiligabend zwischen 0 und 24 Uhr öffnen.

Verdi hält jede Geschäftsöffnung am vierten Advent für rechtswidrig und droht mit Klagen, wie Sprecherin Juliane Fuchs sagt. Und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann appelliert, an diesem besonderen Tag auf geöffnete Geschäfte zu verzichten.

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