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Aus der Stadt Geschäfte nehmen Clowns-Masken aus den Regalen
Hannover Aus der Stadt Geschäfte nehmen Clowns-Masken aus den Regalen
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00:17 31.10.2016
Äußerst beliebt und umstritten: Clownsmasken zu Halloween.
Äußerst beliebt und umstritten: Clownsmasken zu Halloween. Quelle: Heusel
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Hannover

Kaufhof und Karstadt haben auf die Angriffe von Horror-Clowns reagiert verkaufen die entsprechenden Masken nicht mehr. „Aufgrund der aktuellen Ereignisse hat Galerie Kaufhof die Horror-Clown-Maske seit Montag aus dem Verkauf genommen“, sagte ein Sprecher. Auch Karstadt verzichtet auf die Masken und Kostüme: Seit Donnerstag sind sie in den Online-Katalog-Versionen bereits nicht mehr zu finden. Bei den Kostümhandeln Lutzmann & Kerger in der Altstadt und Trendartikelmarkt Karton24 in Garbsen hingegen gibt es die Masken noch. Und nicht nur das: Sie gehören in diesem Jahr zu den meistverkauften Artikeln. 

"Ich hätte gern einen Kehlenschnitt": Diesen Satz hört Karin Lüders vom Fachhändler für Theaterbedarf und Kostüme, Lutzmann & Kerger, wenige Tage vor Halloween häufig. Viele Kunden kommen in den Laden, um sich noch in letzter Minute Schminktipps zu holen, damit sie noch schauriger aussehen. „Kostüme gehen im Moment nicht so gut, es sind eher die Kleinigkeiten gefragt“, sagt sie. Dazu gehört unter anderem jede Menge Kunstblut und Wachs, aus dem echt aussehende Schnittwunden geformt werden können, und verschiedene Kontaktlinsen in Ork-, Katzen- oder Untoten-Optik.

Überall in der Stadt laufen die Vorbereitungen für das Grusel-Fest Halloween.

Auch Emily (8) und ihr Bruder Nicolas (5) sind für den letzten Feinschliff zu Lüders gekommen. Die beiden haben selbst genähte Vampirkostüme und brauchen nur noch die passenden Zähne, um den Gruselfaktor zu steigern.

Neben Accessoires und Schminke sind vor allem die Masken beliebt, die Lüders extra aus England liefern lässt. Es habe sich rumgesprochen, dass es bei ihr in der Altstadt Unikate gibt, mit denen man auf jeder Party auffällt. Besonders gefragt: Horror-Clown-Masken. Davon hat Lüders nur noch zwei übrig. „Der Rest ist schon verkauft.“ Auf die Masken verzichten, das sieht Lüders gar nicht ein – auch wenn große Warenhäuser wie Galeria Kaufhof und Karstadt sie jüngst aus dem Sortiment genommen haben.

„Wir verkaufen die Horror-Clown-Masken seit Jahren. Wenn jetzt jemand Unfug damit treibt, dann sollten wir nicht dafür geradestehen müssen“, begründet Lüders die Entscheidung. Dem stimmt auch Jörg Hülsmeier vom Garbsener Kostümladen Trendartikelmarkt Karton24 zu: „Wir setzen da auf das Verantwortungsbewusstsein unserer Kunden – das müssen wir sonst ja auch“, sagt er. Immerhin könne jeder Kunde auch mit einer Micky-Maus-Maske eine Bank überfallen. „Warum sollten wir jetzt ausgerechnet den Clown rausnehmen?“

Der sei, nicht zuletzt wegen der aktuellen Berichterstattung, in diesem Jahr gefragter denn je. „Die Masken sind einer der meistverkauften Artikel bei uns“, sagt Hülsmeier – obwohl der Clown in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen sei. Ansonsten seien die Wünsche der Kunden sehr vielfältig: Von der Hexe über das Skelett bis zum Gespenst seien wieder alle Klassiker dabei. „Und natürlich Harlekin-Kostüme für Frauen“, ergänzt er. Diese boomen, seit der Film „Suicide Squad“ über eine Gruppe von Superbösewichten aus dem Hause DC erschienen ist. Generell habe er festgestellt, dass Halloween mit seinen Gruselkostümen von Jahr zu Jahr auch in Deutschland beliebter wird. „Es ist mittlerweile sogar angesagter als Fasching“, sagt Lüders.

Von Lisa Malecha

Bärbel Hilbig 31.10.2016
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