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Aus der Stadt GBH beginnt auf dem Klagesmarkt zu bauen
Hannover Aus der Stadt GBH beginnt auf dem Klagesmarkt zu bauen
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20:45 18.02.2014
Von Mathias Klein
So stellen sich die Planer Teile des neuen Klagesmarktes vor.
So stellen sich die Planer Teile des neuen Klagesmarktes vor. Quelle: astoc
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Hannover

Zu dem Komplex gehören ein siebengeschossiges Bürogebäude, in dem künftig der Hauptsitz der GBH untergebracht sein wird, und sieben Wohngebäude. Alle Gebäude sind Klinkerbauten, sie wurden von unterschiedlichen Architekten entworfen, sodass ein abwechslungsreiches Fassadenensemble auf dem einstigen trostlosen Parkplatz entstehen wird.

Insgesamt investiert die GBH 40 Millionen Euro in das Projekt. Geplant sind rund 100 Wohnungen, einige von ihnen sind für besondere Wohnformen vorgesehen. Beispielsweise wird es sogenannte Wohnungen mit Versorgungssicherheit geben, die für Senioren sowie für Menschen mit Handicap gedacht sind. Rund 20 Wohnungen wird die GBH für 5,40 pro Quadratmeter vermieten, die restlichen Wohnungen sollen 9 Euro pro Quadratmeter kosten, berichtete Donnerstag. Die Erdgeschosse sind reserviert für Läden, Gastronomie sowie eine Kita mit zwei Gruppen. Die GBH sucht derzeit nach Interessenten für die Ladengeschäfte. Die Häuser gruppieren sich um einen Innenhof, der auch öffentlich genutzt werden kann. Unter dem Gebäudekomplex wird eine Parkgarage gebaut.

Donnerstag teilte mit, dass am Klagesmarkt wegen des Baus einige Bäume gefällt werden müssen. Das sei nötig, damit die Feuerwehr bei einem möglichen Brand in dem Gebäude von außen an die Wohnungen herankomme. Schon im Frühsommer will die städtische Immobiliengesellschaft mit dem Aushub der Baugrube für die Parkgarage beginnen. Derzeit wartet das Unternehmen noch auf die Baugenehmigung. Das nördliche Ende des Klagesmarktes in Richtung Christuskirche bleibt unbebaut, dort findet auch künftig der Wochenmarkt statt.

Im Vorfeld des Baus hatte es Probleme gegeben. Zunächst wollte ein Konsortium aus anderen Wohnungsgenossenschaften und der GBH das Projekt in Angriff nehmen, doch die anspruchsvollen Vorgaben in Verbindung mit den Sozialmieten schreckten die Wohnungsgenossenschaften ab.

Daraufhin hatte die Stadt das prestigeträchtige Bauvorhaben ohne Ausschreibung an ihre Tochter GBH vergeben - mit entschärften Bedingungen. Der Chef der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel, hatte der Stadtverwaltung daher ein „Kungelgeschäft“ vorgeworfen. Er hatte gefordert, die neuen Bedingungen auch für die privaten Unternehmen gelten zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ein Angebot auf den Tisch zu legen.

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