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Aus der Stadt Geteiltes Echo auf OB-Kandidatur von Matthias Waldraff
Hannover Aus der Stadt Geteiltes Echo auf OB-Kandidatur von Matthias Waldraff
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16:59 19.08.2013
Von Andreas Schinkel
„Hannover ist optimierbar“: OB-Kandidat Matthias Waldraff bei einer Pressekonferenz in der Landesgeschäftsstelle der CDU. Quelle: Behrens
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Hannover

In der SPD ist man überrascht, dass Waldraff für die CDU antritt. „Wir dachten, er steht uns näher“, sagt ein führender Genosse. Zwar geben sich die Sozialdemokraten gelassen, ihnen ist aber nicht entgangen, dass Waldraff am Freitag einen ersten Stich gegen die rot-grün geführte Stadt setzte. „Hannover ist optimierbar“, sagte er bei Pressekonferenz in der Landesgeschäftsstelle der CDU. „Ich glaube dagegen nicht, dass wir Hannover neu erfinden müssen“, kontert der OB-Kandidat der SPD, Stefan Schostok. Zwar habe Waldraff durchaus Qualitäten als PR-Mann. „Ich aber habe mehr Kontakt zur sozialen Realität“, meint Schostok, der sich seit Monaten für die Wahl warmläuft und bereits mit etlichen Vereinen und Verbänden gesprochen hat.

Bei der FDP ist die Reaktion auf den neuen OB-Bewerber verhalten. Am Rande des Parteitags der Regions-FDP war die Kandidatur Waldraffs eines der beherrschenden Themen. „Die Begeisterung hielt sich in Grenzen“, berichtet ein Liberaler. Manchen sei der Name Waldraff kein Begriff gewesen, andere fragten sich, ob der schillernde Anwalt genügend Bodenständigkeit besitzt. „Dass er über die Märkte geht und Broschüren verteilt, ist kaum vorstellbar“, meint ein FDP-Mann.

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Aufbruchstimmung herrscht dagegen bei der hannoverschen CDU. Noch am Freitagabend, kurz nach seiner medienwirksamen Vorstellung, trat Waldraff als Überraschungsgast beim Stammtisch des CDU-Ortsverbands Groß-Buchholz-Kleefeld auf. „Der setzt auf Sieg und nicht auf Platz. Das wurde spürbar“, sagt der Vorsitzende der CDU-Ortsgruppe, Maximilian Oppelt. Die Christdemokraten aus Groß-Buchholz und Kleefeld gehören jetzt zum politischen Heimatverein Waldraffs, der erst Ende Januar der CDU beitrat. Der Kandidat tourt bis zum 
15. März durch alle CDU-Ortsverbände, um mit seinen neuen Parteifreunden ins Gespräch zu kommen. Morgen geht es los im Bezirk Südstadt-Mitte.

Dort wird man ihn mit offenen Armen, aber auch mit konkreten Fragen empfangen. „Wir wollen wissen, was er von der rot-grünen Verkehrspolitik hält oder den Zuständen im Misburger Bad“, sagt Dieter Küßner, Chef der Südstädter CDU.

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